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Koalitionsvertrag
Aktualisiert am 08.12.2021 - 10:21

Malteser Hilfsdienst begrüßt Pläne zum Katastrophenschutz

Präsident Khevenhüller © Dirk Moll/Malteser

Die Ampelparteien wollen den Bevölkerungsschutz ausbauen. Die neue Bundesregierung müsse dafür die notwendigen Mittel bereitstellen, fordert Georg Khevenhüller, Präsident des Malteser Hilfsdienstes.

  • Der Malteser Hilfsdienst lobt die Vorhaben der Koalitionsparteien zum Ausbau des Bevölkerungsschutzes.

  • Die Koalition will die Freistellung und die Versicherung von Freiwilligen einheitlich regeln.

  • Die Malteser fordern eine feste Personalreserve mit medizinischer und pflegerischer Grundqualifikation.

Der Malteser Hilfsdienst reagiert positiv auf die Vorhaben im Bevölkerungsschutz im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP. „Wir erwarten, dass die neue Bundesregierung die notwendigen Mittel bereitstellt, um den Bevölkerungsschutz tatsächlich auszubauen – denn die nächste Herausforderung kommt bestimmt“, so Präsident Georg Khevenhüller.

Qualifizierte Hilfskräfte nicht verfügbar

Die Koalition will die Freistellung und die Versicherung von Freiwilligen im Bevölkerungsschutz einheitlich regeln. Bisher gebe es eine Ungleichbehandlung der Freiwilligen über die unterschiedlichen Länderregelungen und Organisationen hinweg. „Folge ist, dass nicht genügend Frauen und Männer zur Abwehr von Katastrophen abgerufen werden können, obwohl sie qualifiziert sind und ehrenamtlich arbeiten“, so Khevenhüller.

Ampelkoalition will Freiwillige stärken

Die Malteser loben das Vorhaben der neuen Bundesregierung, Freiwillige durch ein Ehrenamtskonzept zu stärken. Der Verband hatte Mitte des Jahres das Modell ‚Gesellschaftsdienst im Bevölkerungsschutz‘ vorgestellt. Es sieht eine feste Personalreserve mit medizinischer und pflegerischer Grundqualifikationen vor. „Wir hoffen sehr, dass die Überlegungen der neuen Ampelkoalition in diese Richtung gehen“, so Khevenhüller.

Der Malteser Hilfsdienst beschäftigt bundesweit rund 25.000 Mitarbeitende im Rettungsdienst, Krankentransport, Katastrophenschutz, Fahrdienst und in sozialen Diensten. Das Unternehmen hat 2019 rund 649 Millionen Euro erwirtschaftet. fb

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