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Krankenhauszukunftsgesetz
Aktualisiert am 17.11.2021 - 13:45

Für alle Beteiligten beginnt eine spannende Zeit

Gesundheitsministerin Nonnenmacher © MSGIV / Hendrik Rauch

Alle 54 Brandenburger Krankenhäuser haben Geld aus dem Krankenhauszukunftsfonds beantragt. Gesundheitsministerin Ursula möchte nun die Digitalisierung im Bundesland voranbringen.

Die seit mehr als einem Jahr anhaltende Pandemie hat vor Augen geführt, dass andere Formen der Wissensvermittlung wie beispielsweise im Bildungsbereich oder sogar im Gesundheitssystem erforderlich werden. Bereits vor der Pandemie wurden digitale Lösungen auch im Gesundheitssystem eingeführt wie die elektronische Patientenakte oder weitere telemedizinische Leistungen.

Versorgung verbessern

Durch die Pandemie erhielt der Gesundheitsbereich einen Digitalisierungsschub wie durch das am 28. Oktober 2020 im Bundesgesetzblatt veröffentlichten Gesetz für ein Zukunftsprogramm Krankenhäuser, welches ebenfalls zur Verbesserung der Strukturen in der Krankenhausversorgung beitragen soll.

Im Land Brandenburg wurde den Krankenhäusern vorab der verfügbare Finanzierungsrahmen aus dem Krankenhauszukunftsfonds per krankenhausspezifischen Schreiben Anfang Februar 2021 mitgeteilt. Frist zur Einreichung der Förderanträge wurde auf den 28. Mai 2021 festgelegt. Um die Wertigkeit des politischen Handelns im Bereich der Digitalisierung zu unterstreichen, übernimmt das Land Brandenburg für den Krankenhausbereich die Bereitstellung der erforderlichen 30-prozentigen Co-Finanzierungsmittel für Mittel aus dem Krankenhauszukunftsfonds.

Kleine Krankenhäuser besonders berücksichtigt

Die Berechnung der zur Verfügung gestellten Mittel aus dem Krankenhauszukunftsfonds je Krankenhaus erfolgte in Anlehnung an die Krankenhausinvestitionspauschalverordnung des Landes Brandenburg. Dabei werden 60 Prozent der Mittel auf Grundlage der Leistungsparameter des Krankenhauses verteilt. Die restlichen 40 Prozent werden durch die krankenhausspezifischen Parameter verteilt. Diese umfassen in Anlehnung an die Krankenhausinvestitionspauschalverordnung unter anderem den Versorgungsstufenfaktor und den Größenklassenfaktor. Darüber hinaus wurde ein zusätzlicher Bewertungsfaktor in Abhängigkeit von der Anzahl der Betten herangezogen, um bei der Verteilung der pauschalierten Mittel auch die Bedarfe kleinerer Krankenhäuser im Hinblick auf die Digitalisierung zu berücksichtigen.

Alle 54 Brandenburger Krankenhäuser haben eine Bedarfsmeldung für die Förderung aus dem Krankenhauszukunftsfonds mit über 234 Förderinhalten gestellt. Das verfügbare Gesamtfördervolumen liegt bei 127,3 Millionen Euro.

Mittel fast vollständig ausgeschöpft

Mit Fristablauf zum 28. Mai 2021 und Kraftanstrengungen auf allen Seiten für eine erfolgreiche Umsetzung des Krankenhauszukunftsfonds im Land Brandenburg haben alle berechtigten Brandenburger Krankenhäuser fristgerecht Ihre Anträge eingereicht. Die Mittel sind fast vollständig ausgeschöpft worden und die Krankenhausträger haben die Zeit der Digitalisierung ihrer Prozesse erkannt und haben umfangreiche Konzepte zu den Fördertatbeständen des Krankenhauszukunftsfonds eingereicht. Jetzt beginnt die Zeit der Umsetzung und somit eine spannende Zeit für alle Beteiligten. Lassen Sie uns einen weiteren Schritt gehen und die Digitalisierung im Gesundheitswesen im Land Brandenburg voranbringen.

Die Autorin:

Ursula Nonnenmacher ist Gesundheitsministerin in Brandenburg.

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