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Kitaausbau
Aktualisiert am 01.10.2021 - 08:53

Berliner AWO fordert mehr Unterstützung beim Ausbau

Geschäftsführer Bürgel © AWO Landesverband Berlin e. V. / Frank Nürnberger

Freie Träger in Berlin brauchen mehr Hilfe beim Ausbau von Kindertageseinrichtungen. Oliver Bürgel, Geschäftsführer des AWO Landesverbandes Berlin, richtet konkrete Forderungen an die Politik.

  • Die AWO Berlin fordert von der Landespolitik geeignete öffentliche Grundstücke und steuerreduzierte Erbpacht für den Kitaneubau.
  • Außerdem brauchen die Träger bei der Koordination von Zuständigkeiten und in der Zusammenarbeit mit Ämtern mehr Unterstützung.
  • Bis zu 15.000 Kitaplätze fehlen der AWO zufolge in Berlin bis 2025.

Der AWO Landesverband Berlin fordert eine bessere Unterstützung freier Träger bei der Finanzierung neuer Kitaplätze. „Um dem Mangel an Kitaplätzen entgegenzuwirken, fordern wir gemeinsam mit den anderen Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege von der Landespolitik geeignete öffentliche Grundstücke und steuerreduzierte Erbpacht für den Kitaneubau zur Verfügung zu stellen“, sagt Oliver Bürgel, Landesgeschäftsführer des AWO Landesverbandes Berlin. Außerdem fordert er, dass Träger bei der Koordination von Zuständigkeiten und in der Zusammenarbeit mit Ämtern unterstützt werden. Der Fördertopf ‚Auf die Plätze, Kitas los‛ im Landesprogramm müsse erweitert und die Fördersumme pro Platz erhöht werden. „Nur so können wir in Berlin auch in Zukunft eine qualitative Kinderbetreuung gewährleisten und gemeinsam den Kitaplatzmangel angehen“, sagt Bürgel.

Fehlende Plätze schaden Frauen

Bis zu 15.000 Kitaplätze fehlen der AWO zufolge in Berlin bis 2025. Die Zahl mache deutlich, wie groß der Bedarf an Fachpersonal und geeigneten Immobilien in einer wachsenden Stadt wie Berlin sei, so der Landesgeschäftsführer weiter. Die Konsequenzen dieses Mangels trügen meist Frauen. Die Elternzeit müsse verlängert oder unbezahlter Urlaub genommen werden, mitunter nage die Angst vor Jobverlust.

Die freien Träger hätten bei der Bewältigung dieser Mammutaufgabe bereits Enormes geleistet: 90 Prozent der seit 2012 entstandenen rund 50.500 neuen Betreuungsplätze seien von freien Trägern gestemmt worden, sagt Bürgel. Dennoch reichten die von Bund und Land zur Verfügung gestellten Gelder für den Kitaausbau bisher nicht aus. Noch immer ist nicht für jedes Kind ein Kitaplatz sichergestellt. dh

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