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Corona-Hilfen
Aktualisiert am 07.12.2020 - 09:07

„Krankenhäuser dürfen nicht in finanzielle Schieflage geraten“

Caritasdirektorin Kostka © Maurice Weiss

Die Berliner Caritas fordert einen Rettungsschirm für alle Krankenhäuser mit Corona-Patienten. Nicht nur die Erkrankten auf den Intensivstationen bräuchten aufwändige Betreuung, sagt Caritasdirektorin Ulrike Kostka.

  • Berlins Caritas-Direktorin Ulrike Kostka fordert finanzielle Sicherheiten auch für Kliniken, die Corona-Patienten außerhalb ihrer Intensivstation behandeln.
  • In Berlin träfe das auf 70 Prozent der Covid-19-Patienten zu.
  • Das Bundesgesundheitsministerium hatte im November abermalige Hilfen in Höhe von drei Milliarden Euro beschlossen, allerdings nur für Kliniken mit bestimmten Intensivkapazitäten.

Berlins Caritasdirektorin Ulrike Kostka fordert vom Land Berlin mehr finanzielle Unterstützung für Kliniken in der Coronakrise. Geld solle es nicht nur für Einrichtungen geben, die Intensivbetten vorhalten, sondern für Häuser, in denen Corona-Patienten auf Normalstationen liegen, so Kostka. Covid-19-Patienten, die nicht intensivpflichtig seien, aber einer Krankenhausbehandlung bedürften, seien sehr aufwendig in der Betreuung und bänden viele Personalressourcen.

70 Prozent liegen auf Normal-Stationen

In Berlin lägen 70 Prozent der Covid-19-Patienten auf Normalstationen, sagt die Caritas-Chefin. Laut eines Berichts des Tagesspiegel ist davon beispielsweise das Berliner Dominikus-Krankenhaus betroffen, welches sich in Caritas-Trägerschaft befindet. 32 der knapp 240 Betten seien dort mit Corona-Erkrankten belegt. Die Caritasdirektorin fordert, dass der zweite Rettungsschirm allen Krankenhäusern und damit auch der Dominikus-Klinik Handlungssicherheit in der Pandemie gibt.

Bund und Länder stellen 4,3 Milliarden Euro bereit

Wegen der hohen Fallzahlen der zweiten Corona-Welle hat das Bundesgesundheitsministerium im November einen zweiten Rettungsschirm für Krankenhäuser beschlossen. Demnach soll der zum kommenden Jahr drei Milliarden Euro bereitstellen. Mit dem Geld sollen Krankenhäuser in moderne Notfallkapazitäten, die Digitalisierung und ihre IT-Sicherheit investieren können. Die Länder sollen weitere 1,3 Milliarden Euro aufbringen.

Der Caritasverband für das Erzbistum Berlin ist sowohl Träger von sozialen Diensten als auch Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Berlin, Brandenburg und Vorpommern. Unter dem Dach des Caritasverbandes und seiner Mitglieder arbeiten gut 13.000 Beschäftigte. ols

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