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Krankenhausfinanzierung
Aktualisiert am 09.09.2021 - 11:59

Katholische Hospitalvereinigung kritisiert kommunale Subventionen

Geschäftsführer Rüter © Veit Mette

Freigemeinnützige Krankenhäuser im Landkreis Herford droht die Schließung, warnt Georg Rüter. Der Geschäftsführer der Katholischen Hospitalvereinigung Ostwestfalen kritisiert die Bevorteilung kommunaler Häuser.

  • Die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen protestiert gegen die geplante Subventionierung von kommunalen Krankenhäuser im Landkreis Herford.

  • Die kommunalen Krankenhäuser im Kreis Herford sollen bis 2024 jährlich bis zu sechs Millionen Euro Subventionen erhalten.

  • Freigemeinnützige Kliniken hätten einen Wettbewerbsnachteil und seien von Schließungen bedroht.

Die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen kritisiert die geplanten Subventionen für kommunale Krankenhäuser in Herford und Bünde. „Nur weil die katholischen Kliniken keine staatliche Hilfe brauchen, drohen sie am Ende durch Schließungsverfügungen abgestraft zu werden“, sagt Geschäftsführer Georg Rüter.

Marktbereinigung trifft die Falschen

Die Subventionierung sei demotivierend für solide wirtschaftende Kliniken. „Eine Marktbereinigung muss stattfinden, aber es müssen diejenigen verschwinden, die schlecht wirtschaften“, so Rüter. Die Kritik der Hospitalvereinigung zielt auf einen Beschluss des Kreistages Herford, die kommunalen Kliniken bis 2024 mit jährlich bis zu sechs Millionen Euro zu stützen.

Die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen betreibt drei Krankenhäuser in Bielefeld, Herford und Rheda-Wiedenbrück. Das Unternehmen beschäftigt 1.631 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von rund 139 Millionen Euro. fb

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