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Eltern-Kind-Kliniken
Aktualisiert am 29.04.2021 - 12:52

„Es geht jetzt um die Existenz“

Marco Brunotte © AWO BVH

Der AWO Bezirksverband Hannover fordert einen größeren Rettungsschirm für Eltern-Kind-Kliniken. Hilfen von anderer Seite seien nicht zu erwarten, sagt Vorstandsvorsitzender Marco Brunotte.

  • Die AWO in Hannover sowie Ober- und Mittelfranken fordern mehr Geld im Rettungsschirm für Eltern-Kind-Kliniken.
  • Der Rettungsschirm für die Einrichtungen in der Corona-Pandemie soll zudem bis Jahresende verlängert werden.
  • Krankenkassen weiten die Hygienepauschale pro Kopf aus.

Die AWO Bezirksverbände Hannover sowie Ober- und Mittelfranken fordern einen längeren und größeren Rettungsschirm für Eltern-Kind-Kliniken. Das geht aus einer Mitteilung des AWO Verbands Hannover hervor. Der Rettungsschirm für die Einrichtungen in der Corona-Pandemie solle demnach bis Ende des Jahres verlängert werden und wieder eine Refinanzierung bieten, die auf dem Niveau von 60 Prozent der Belegung in 2019 liegt. Derzeit würden nur 50 Prozent übernommen.

Hygienepauschale auch für Kinder

Das Ende 2020 beschlossene Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz (GPVG) sollte Krankenkassen an den Fixkosten der Kliniken beteiligen. In den vergangenen Tagen hätten sich die Krankenkassen bereit erklärt ihre Hygienepauschale auszuweiten, sagt Sonja Borzel, Vorstandsmitglied des AWO Bezirksverbands Ober- und Mittelfranken. Während vorher nur eine Mutter alleine in den Eltern-Kind-Kliniken mit 16 Euro bezuschusst wurde, gilt diese Regelung ab jetzt und rückwirkend ab Oktober 2020 auch für jedes ihrer Kinder. Damit sei nun zumindest eine Forderung der AWO an die Kassen erfüllt, sagt Borzel.

Der AWO Bezirksverband Hannover ist der größte in Niedersachsen und organisiert in 18 Kreisverbände. Er betreibt Kindertagesstätte, Altenpflege- und Kureinrichtungen sowie eine Sozialpsychiatrie. Insgesamt sind in den Einrichtungen rund 2.300 Mitarbeitende tätig.

Im AWO Bezirksverband Ober- und Mittelfranken arbeiten rund 2.000 Mitarbeitende in 50 Einrichtungen der sozialen Dienste. mb

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