Gesetzliche Krankenversicherung

Regierung vernachlässigt psychisch Kranke

Die Diakonie kritisiert, dass die Bundesregierung in ihrem Gesetzentwurf zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung die Behandlung und Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen nicht in den Blick nehme.

BERLIN - „Wir sehen einen deutlichen Handlungsbedarf bei der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen bei ambulanter Psychotherapie sowie in der ärztlich-psychiatrischen Grundversorgung“, so Johannes Stockmeier, Präsident des evangelischen Wohlfahrtsverbandes.

Volkswirtschaftlicher Schaden

 

Es fehle an Soziotherapie und häuslicher Krankenpflege für psychisch Kranke. „Die Politik schenkt der psychischen Belastung vieler Menschen noch zu wenig Beachtung. Die psychische Gesundheit ist für die allgemeine Gesundheit und für eine gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe aller an der Gemeinschaft enorm wichtig“, so Stockmeier. Denn seelische Leiden hätten immer auch gesundheitspolitische und volkswirtschaftliche Auswirkungen.

Zahlreiche Gesundheitsreports beschreiben, so die Diakonie, eine deutliche Zunahme der Krankschreibungen und stationären Behandlungstage aufgrund psychischer Erkrankungen. Danach gelten Depressionen, Abhängigkeitserkrankungen, Ängste, Demenz oder Psychosen inzwischen als Volkskrankheiten. Etwa jeder dritte Mensch in der Bundesrepublik habe bereits einmal in seinem Leben eine behandlungsbedürftige psychische Störung erlitten oder leidet noch an ihr.

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