Fachkräftemangel

LIGA Sachsen fordert Politik gegen Fachkräftemangel

Der sächsische Vorsitzende der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege, Matthias Mitzscherlich, warnt vor Fachräftemangel im sozialen Bereich.

DRESDEN - „Es müsste den Sozialpolitikern auf den Nägeln brennen: Wenn wir heute nicht etwas für soziale Berufe und ihre Zukunft tun, werden wir die Qualität in zentralen Bereichen wie der Altenpflege oder in den Kindertageseinrichtungen in Zukunft nicht mehr halten können“, sagte der Liga-Vorsitzender und Caritasdirektor des Bistums Dresden-Meißen bei der Vorstellung des Wohlfahrtsberichtes 2009 im Sächsischen Landtag. Er appellierte an die neue Landesregierung und die Verantwortlichen in den Verwaltungen, dem heute schon spürbaren Fachkräftemangel in nahezu allen Bereichen des Gesundheit- und Sozialwesens mit einer offensiv werbenden Politik entgegenzutreten. Verantwortlich für die sinkende Attraktivität seien die geringe Bezahlung sowie die mangelnde gesellschaftliche Wertschätzung.

„Die Rahmenbedingungen für Ausbildung und Berufsalltag sozialer Berufe müssen spürbar verbessert werden, wenn Berufe wie Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger, Erzieher oder Sozialarbeiter für junge Menschen wieder attraktiv und erstrebenswert werden sollen.“ Als Beispiele nennt Mitzscherlich die Neu-Konzeption von Ausbildunsgängen,  eine angemessene Bezahlung, größere Spielräume für Fort- und  Weiterbildung.

In ihrem Bericht 2009 „Zukunft im Blick – Soziale Berufe im Wandel“ hat die Liga detaillierte Anregungen an die Politik erarbeitet. Von deren Umsetzung werde es auch abhängen, ob sich in Zukunft genügend junge Menschen finden, die sich für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen begeistern können.

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