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Auslesedynamik
Aktualisiert am 22.10.2008 - 17:21

Bildungsexperten kritisieren Auslesedynamik

Bildungsexperten fordern einen neuen gesamtgesellschaftlichen Konsens zur Schaffung eines Bildungssystems, dass alle Schichten der Bevölkerung gleichberechtigt einbezieht.

MEIßEN - „Es muss eine Bewegung zur Rekrutierung der Bildungsreserven in der ganzen Gesellschaft in Gang gesetzt werden“, so der ehemalige Kultusminister des Landes Niedersachsen Rolf Wernstedt auf einer Tagung der Evangelischen Akademien in Meißen.die Bildungsexpertin Jutta Roisch plädierte für eine Aufwertung der nichtakademischen Berufswege. Nach Meinung des Vorstandsvorsitzenden der Evangelischen Akademien, Fritz Erich Anhelm, muss die Konzentration auf Eliteförderung durch eine Förderung in der Breite abgelöst werden, um überhaupt noch genug Spitzenkompetenzen entwickeln zu können. Die Experten waren sich einig, dass das größte Problem in der Auslesedynamik des Bildungssystems.liegt. Ihr Fazit auf dem Treffen: Es gehe nicht länger um eine bildungspolitische Debatte, sondern darum, unterschiedliche Politikbereiche und gesellschaftliche Akteure zusammenzuführen.

Insbesondere das Verhältnis von Schule, Jugendhilfe und Arbeitsagenturen müsse neu durchdacht und strukturiert werden, damit das Zusammenspiel der verschiedenen Bereiche effektiver gestaltet werden kann. Eine Schule in der wirklich keiner zurückbleibt muss ihre Auslesedynamik in eine Dynamik zur Förderung aller Kinder und Jugendlichen umkehren.

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