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Gewalt gegen Frauen
Aktualisiert am 26.11.2010 - 00:00

AWO fordert mehr Schutz für Frauen

Die AWO fordert für das weibliche Geschlecht einen Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe. Dieser Rechtsanspruch solle den betroffenen Frauen und deren Kindern - unabhängig vom Einkommen, Aufenthaltstitel, Herkunftsort, gesundheitlicher Einschränkung oder Behinderung - den Zugang zu Schutz und Hilfe sichern.

BERLIN - Frauenhäuser, die jährlich in Deutschland rund 40 000 Frauen und Kinder aufnehmen, leisten , so die AWO, einen wichtigen Beitrag, um Frauen und deren Kinder vor Gewalt zu schützen und sie bei der Entwicklung gewaltfreier Lebensperspektiven zu unterstützen. "Die Frauenhäuser und andere Unterstützungseinrichtungen sind für Frauen unverzichtbar und dürfen im Zuge von Haushaltssanierungen nicht auf die Streichlisten gesetzt werden", so AWO-Vorstandsmitglied Brigitte Döcker. Die AWO fordert von Bund, Ländern und Kommunen, eine bundesweit einheitliche und zuverlässige Finanzierung der Frauenunterstützungseinrichtungen bei Gewalt sicherzustellen.

Kritik übt die AWO dagegen an der geplanten Verlängerung der Ehebestandszeiten, die es Frauen erschwere, sich aus gewaltgeprägten Ehen zu lösen, wenn sie kein eigenständiges Aufenthaltsrecht haben.

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