Stiftung Liebenau

Verdi soll neuer Tarifpartner werden

Die Stiftung Liebenau sucht das Gespräch mit der Gewerkschaft Verdi. Dem Dritten Weg kehrt das katholische Unternehmen aber noch nicht den Rücken.

Stammsitz der Stiftung Liebenau © Stiftung Liebenau/Felix Kästle

  • Die Stiftung Liebenau will Tarifverhandlungen mit Verdi aufnehmen.

  • Gleichzeitigt zeigt sich der Träger bereit, mit der kirchlichen Arbeitgeberseite zu sprechen.

  • Im Streit um die Vergütung geht es vor allem um die 800 Mitarbeitenden einer Altenhilfetochter.

Der Vorstand der Stiftung Liebenau hat Verdi im Frühjahr dieses Jahres zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Die Gewerkschaft habe diese für Ende 2019 zugesagt, teilt der Träger mit. Betroffen sind vor allem die 800 Beschäftigten des Tochterunternehmens ‚Liebenau Leben im Alter‘.

Stiftung spricht auch mit Kirchenvertretern

Gleichzeitig hat die Stiftung Bereitschaft signalisiert, den Dialog mit der Arbeitgeberseite der Arbeitsrechtlichen Kommission wieder aufzunehmen. Diese habe angekündigt, erneut Gespräche über mögliche Entwicklungen hin zum Dritten Weg führen zu wollen. Über die Aufnahme des Dialogs will die Arbeitsrechtliche Kommission am 5. Dezember beraten. Erst nach dieser Entscheidung will sich die Stiftung auf eine Richtung festlegen. Entscheidend dafür sei, dass eine einvernehmliche Lösung für Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite gefunden werde.

200 neue Verdi-Mitglieder

Verdi geht dennoch davon aus, dass es zu Tarifverhandlungen kommt. Die Gewerkschaft hat nach eigenen Angaben im vergangenen Vierteljahr über 200 neue Mitglieder in den Einrichtungen des Tochterunternehmens gewonnen. Erste Gespräche sind der Gewerkschaft zufolge für den 9. Dezember angesetzt. „Es ist extrem ungewöhnlich, wie schnell wir vorangekommen sind“, sagt Irene Gölz, Verdi Landesfachbereichsleiterin im Gesundheitswesen. „Wir haben einen klaren Auftrag von unseren Mitgliedern bekommen.“ Die Gewerkschaft habe aber mit den Mitarbeitervertretern der Arbeitsrechtlichen Kommission vereinbart, sich nicht gegeneinander ausspielen zu lassen.

Kirchenrecht aus Satzung gestrichen

Die Stiftung Liebenau in Meckenbeuren am Bodensee war bis Ende 2018 mit Genehmigung des Bischofs vom kirchlichen Arbeitsrecht befreit. Als die Genehmigung im Dezember des vergangenen Jahres auslief, strich der Träger das kirchliche Tarifrecht aus der Satzung. Seitdem streiten die Beteiligten über die Vergütungsregeln für Mitarbeitende. Die Stiftung beschäftigt rund 7140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 345 Einrichtungen und Diensten. br

 

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