DiCV München und Freising

Flüchtlingsunterkunft wird preiswerter Wohnraum für Mitarbeitende

Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising will die leerstehenden Räume einer ehemaligen Unterkunft für Flüchtlinge nun günstig an eigenes Personal vermieten. Im Januar sollen die ersten Mitarbeiter einziehen.

Flüchtlingsunterkunft © DiCV München und Freising

GILCHING – In München herrsche akuter Wohnraummangel, begründet der Träger seine Entscheidung. Das betreffe auch die Mitarbeiter, vor allem Erzieher und Pflegepersonal. Die Einstellung von Fachkräften hänge oft davon ab, ob es gelinge, eine Wohnung zu finden. Im Erdgeschoss will der Caritasverband zudem eine Krippe für zehn Kinder unterbringen, die der Träger 'Alimonia Kids' betreiben soll.

Flüchtlingsheim nicht mehr ausgelastet

Die minderjährigen unbegleiteten Asylbewerber seien bereits Anfang Juli 2018 aus der Unterkunft ausgezogen und in Einrichtungen in Starnberg, Weilheim und München untergekommen.

Als Grund für die Schließung gibt der Verband finanzielle Gründe an. "Wir bedauern sehr, dass wir das Jugendhaus nicht wie geplant langfristig als solches betreiben können", sagt Caritasdirektor Georg Falterbaum. Aber die Zahl ankommender Flüchtlinge sei seit 2016 rückläufig. Das Jugendamt Starnberg müsse laut Königsteiner Schlüssel absehbar keine weiteren Flüchtlinge mehr aufnehmen. Die Unterkunft, das ehemalige Hotel Thalmeier in Gilching, sei nur noch zur Hälfte belegt gewesen, viele Bewohner würden zudem lieber in München wohnen.

Asylhilfe moniert Schließung

Kritik kam vom Gilchinger Asylhelferkreis. Die Geflüchteten hätten sich in der Unterkunft wohl gefühlt und müssten sich jetzt neu einleben.

Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising hatte das Gebäude 2016 für zehn Jahre angemietet. 15 Fachkräfte sollten in der Unterkunft bis zu 31 männliche Geflüchtete betreuen. br

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