Regionalkommission Caritas-Ost

Tariferhöhung nun auch für die Ost-Caritas

Weil sich Dienstgeber und -nehmer in der Arbeitsrechtlichen Kommission der Region Ost nicht über die Umsetzung der letzten Tarifrunde 2012/2013 einigten konnten, erfolgte jetzt der Schlichterspruch.

Auch für die rund 30000 Beschäftigten der Caritas Regionalkommission Ost steigen jetzt die Gehälter.  Die Entgelte werden teilweise rückwirkend um 6,3 Prozent angehoben.

Die Details

Der Schlichterspruch enthält eine nach Sparten und Regionen differenzierte Tariferhöhung, teilt die Dienstgeberseite mit.Ärzte bekommen rückwirkend zum 1. Januar 2013 2,9 Prozent mehr Gehalt. Ebenfalls rückwirkend erhöhen sich die Tabellenwerte für Pflegekräfte in Krankenhäusern. Für die Krankenhauspfleger in Hamburg gibt es 3,2 Prozent zum 1. April 2013 und 3,1 Prozent zum 1. Januar 2014 mehr. Für die Pflegekräfte der übrigen Bundesländer der Region Ost erhöhen sich die Tabellenwerte um 2,4 Prozent rückwirkend zum 1. April 2013 und um 2,3 Prozent zum 1. Januar 2014. Mitarbeiter in der Verwaltung bekommen ab Neujahr 2014 3,5 Prozent mehr Gehalt.

Ambulante und stationäre Pflege

Für die Pflegekräfte in den ambulanten und stationären Pflegeinrichtungen im Osten gibt es rückwirkend 1,5 Prozent zum 1. April 2013 und weitere anderthalb Prozent zum 1. Januar 2014 mehr. In Sachsen muss sich das Pflegepersonal bis zum 1. Juli 2014 gedulden, dann gibt es auch dort drei Prozent mehr Gehalt. Darüber hinaus gibt es für alle Mitarbeiter, denen die Besitzstände in der vergangenen Tarifrunde gekürzt wurden, eine Einmalzahlung über 100 Euro.

Sozial- und Erziehungsdienst

Mitarbeitende in Kindertagesstätten bekommen 5,1 Prozent mehr Gehalt. 2,6 Prozent werden zum 1. April 2013 rückwirkend auf die Tabellenwerte gerechnet. Die restlichen 2,5 Prozent folgen ab dem 1. Januar 2014.
Für alle anderen Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst steigen die Tabellenwerte um drei Prozent ebenfalls in zwei Stufen – je 1,5 Prozent zum 1. April 2013 und zum 1. Januar 2014. Auch hier erhalten Mitarbeiter einmalig 100 Euro, die von der Besitzstandsabschmelzung der vergangen Tarifrunde betroffen sind.

Ausgenommene Beschäftigte

Die Vergütungsgruppen 9a bis 12 der AVR Anlagen 2 bis 2d sind von dieser Vergütungsrunde ausgenommen. Darunter fallen unter anderem Mitarbeiter ohne Ausbildung oder einfachen Tätigkeiten in Bahnhofsmissionen, in der Hauswirtschaft und Reinigung sowie Beiköche, Gärtner und Pflegehilfskräfte. Auch Rettungshelfer müssen zur "Sicherung der Arbeitsplätze", wie die Dienstgeber schreiben auf Entgelterhöhungen verzichten. Die Dienstnehmervertreter werten den Schlichterspruch als "Osterei zum Weihnachtsfest". dh

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