Armut

Tafel-Wettbewerb setzt falsches Zeichen

Die Münchener Caritas geht mit einem Tafelwettbewerb hart ins Gericht. Die bayerische Landwirtschafts- und Ernährungsministerin Michaela Kaniber setze es ein völlig falsches Zeichen, kritisiert der katholische Verband.

Ministerin Kaniber (Mitte) lobt einen Tafelwettbewerb aus © Seyfarth/StMELF

  • Wettbewerb schafft laut Caritas Konkurrenz statt zu helfen

  • Die Sieger erhalten jeweils 5000 Euro

  • Regierung will für die Rettung von Lebensmitteln sensibilisieren

Wettbewerb als falscher Anreiz

„Der Wettbewerb des Landwirtschaftsministeriums ist unglücklich aufgesetzt und setzt den falschen Fokus. Diese Art Aufmerksamkeit zu erregen, wird dem humanitären Ansatz der Tafeln und Tische nicht gerecht“, moniert Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier. Bei den Lebensmitteltafeln und -tischen gehe es in erster Linie darum, Not zu lindern sowie die Hilfe suchenden Menschen zu unterstützen und zu beraten. Der Wettbewerb indes schaffe Konkurrenz zwischen den Ausgabestellen, setze auf Quantität und vernachlässige die Probleme der Klienten wie geringes Einkommen, teurer Wohnraum und steigende Energiekosten, so die Caritas-Chefin.

Landesregierung will Engagement fördern

Bayerns Ernährungsministerin Michaela Kaniber will die Arbeit der Tafeln und anderer karitativer Einrichtungen in Bayern auszeichnen. Die fünf Sieger erhalten jeweils 5000 Euro. „Wir wollen mit dem Wettbewerb das große Engagement der Ehrenamtlichen und ihren wichtigen Beitrag zur Rettung von Lebensmitteln den Menschen vor Augen führen“, so Kaniber.

Gemeinnützige Tafeln sind aufgerufen

Mitmachen kann jede Einrichtung, die als gemeinnützige Organisation anerkannt ist, mehr als eine Tonne pro Jahr an Lebensmitteln annimmt und diese an bedürftige Menschen weiterreicht. Die Konzepte und Ideen können bis zum 31. Juli 2019 eingereicht werden. Eine Jury aus Partnern des Bündnisses „Wir retten Lebensmittel“ wird sie nach den Kriterien Engagement, Vorbildwirkung sowie Kreativität und ihren Erfolg beim Retten von Lebensmitteln zum Wohl bedürftiger Menschen bewerten. ols

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