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Marienhaus Holding
Aktualisiert am 09.09.2019 - 13:09

Rodalbener Krankenhaus soll Besitzer wechseln

Die Marienhaus GmbH sucht für das katholische Elisabeth-Krankenhaus im südwestpfälzischen Rodalben einen neuen Träger. Mehrere Krankenhäuser in der Umgebung kommen in Frage.

  • Rodalbener Krankenhaus der Marienhaus Holding steht zum Verkauf.

  • Krankenhäuser in der Umgebung sollen bereits mit Träger verhandeln.

  • Bedingungen für Sicherstellungszuschalg erfüllt das Krankenhaus nicht.

Die Marienhaus GmbH verhandelt mit den Krankenhäusern über die Übernahme des Elisabeth-Krankenhauses im südwestpfälzischen Rodalben. Interessenten sind das Städtische Krankenhaus Pirmasens, das Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern oder das katholische Nardini-Klinikum mit seinen Standorten in Zweibrücken und Landstuhl.

Krankenhaus nicht für die Versorgung notwendig

Im Vormittag hatte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) im Gesundheitsausschuss des Mainzer Landtags dem evangelischen Pressedienst zufolge erklärt, dass das Rodalber Krankenhaus nicht von einer geplanten Landesverordnung profitieren könne, die kleine Standorte im ländlichen Raum entlasten soll. Der Betrieb des Standorts sei zwar wichtig, da die 150 Betten gut ausgelastet seien und weiter benötigt würden. Allerdings erfülle Rodalben nicht die gesetzlichen Voraussetzungen dafür, als unverzichtbar eingestuft zu werden. Dafür sei die Entfernung zur nächstgelegenen Klinik in Pirmasens zu gering.

Marienhaus-Konzern kämpft mit Defizit

Die Marienhaus Holding steckt in finanziellen Schwierigkeiten. 2017 schloss das Unternehmen bereits zwei Kliniken und kündigte die Schließung einer weiteren an. Im Konzernabschluss für das Jahr 2017 weist das Unternehmen einen Fehlbetrag von 6,7 Millionen Euro aus. Die Marienhaus Holding ist mit einem Umsatz von 873 Millionen Euro und 13.800 Mitarbeitenden in mehr als 50 Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland eines der größten christlichen Sozialunternehmen Deutschlands. dh

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