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Malteser / Ev.-Luth. Diakonissenanstalt zu Flensburg
Aktualisiert am 18.10.2019 - 11:52

Neue Klinik bringt gemeinsame Trägerschaft

Die Krankenhausträger Malteser und Diako gründen nun doch eine ökumenische Betriebsgesellschaft. Die Partner wollten zuvor auch nach einem gemeinsamen Klinikneubau ihre Eigenständigkeit behalten.

  • Krankenhausträger Malteser und Diako gründen eine gemeinsame Betriebsgesellschaft für den geplanten Krankenhausneubau in Flensburg.

  • Die Partner halten jeweils 50 Prozent der Anteile und wollen die Klinik gemeinsam leiten.

  • 2018 wollten die beiden Partner noch nach einer doppelte Trägerschaft durchsetzen.

Die Evangelisch-Lutherische Diakonissenanstalt zu Flensburg und die Malteser Norddeutschland wollen sich an der geplanten Betriebsgesellschaft jeweils zu 50 Prozent beteiligen. Ein neues Zentralkrankenhaus in Flensburg soll 2026 die beiden bestehenden Kliniken ersetzen.

Ein-Träger-Lösung soll dem Wohl von Patienten und Mitarbeitenden dienen

„Das neue Krankenhaus soll als christliches Krankenhaus in ökumenischer Trägerschaft geführt werden“, sagte Wolfgang Boten, Vorstandsvorsitzender der Diako. Die Ein-Träger-Lösung sei zum Wohle der Patienten und Mitarbeitenden unter gemeinsamer Leitung anzustreben. Im Januar 2018 wollten die beiden Partner noch ihre Eigenständigkeit unter dem gemeinsamen Dach behalten. Die neue Klinik sollte unter doppelter Trägerschaft an den Start gehen.

"Es freut mich sehr, dass Diako und Malteser fusionieren, um dieses Großprojekt im Rahmen einer Ein-Träger-Lösung möglich zu machen", sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP). Das Land werde den Bau fördern.

Neue Klinik wird das drittgrößte Schleswig-Holsteins

Das neue Malteser-Diakonie Klinikum soll auf dem Gelände Peelwatt im Flensburger Süden dem Gesundheitsministerium zufolge nach den beiden Standorten des Uniklinikums in Kiel und Lübeck das drittgrößte Krankenhaus in Schleswig-Holstein sein. Das Diako Krankenhaus und das St. Franziskus-Hospital haben zusammen aktuell 835 Betten. Noch ist unklar, welche Versorgungsformen die neue Klinik anbieten wird. Auch zu den Kosten des Neubaus gibt es keine Angaben. dh

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