Marienhaus Holding

Kündigungen sollen gegen Defizit helfen

Die Marienhaus Holding steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Die Unternehmensführung schließt drastische Maßnahmen nicht mehr aus.

  • Betriebsbedingte Kündigungen sind in Marienhaus Holding nicht mehr ausgeschlossen.

  • 2017 lag das Defizit des Konzerns bei 6,7 Millionen Euro.

  • 2017 wurden bereits zwei Kliniken geschlossen.

Die Führung der Marienhaus Holding denkt über betriebsbedingte Kündigungen nach. „Das kann ich mit Blick auf die Verantwortung für das Gesamtunternehmen nicht ausschließen“, sagt Konzernchef Heinz-Jürgen Scheid.

Ertragslage schlecht

Es sei bitter nötig, dass sich im Unternehmen grundlegend etwas ändere, wird Scheid in der Mitarbeiterzeitschrift des Unternehmens zitiert. Die Ertragslage sei alles andere als rosig, es gebe defizitäre Bereiche.

Schließungen nicht ausgeschlossen

2017 schloss das Unternehmen bereits zwei Kliniken und kündigte die Schließung einer weiteren an. Bei einer der geschlossenen Kliniken im saarländischen Wadern belief sich der Verlust auf etwa 2,5 Millionen Euro. Im Konzernabschluss für das Jahr 2017 weist das Unternehmen einen Fehlbetrag von 6,7 Millionen Euro aus. Das negative Jahresergebnis sei vornehmlich auf die schließungsbedingten Kosten zurückzuführen. „Aufgrund struktureller Herausforderungen kann es zu weiteren langfristigen Problemen in einigen Gesellschaften kommen“, heißt es im Jahresbericht. Die Schließung und Veräußerung einzelner Einrichtungen und Gesellschaften könne auch künftig nicht ausgeschlossen werden.

Erfahrenen Manager an Board geholt

Bereits Anfang des Jahres hatte die Marienhaus Holding einen erfahrenen Krankenhausmanager eingestellt. Thomas Wolfram wurde zum Generalbevollmächtigten der Holding ernannt und übernahm die Führung der Kliniksparte von Günter Merschbächer, der sich als Geschäftsführer auf die Eingliederung der Cusanus Trägergesellschaft Trier in das Unternehmen kümmern soll.

Die Marienhaus Holding ist sie nach wie vor mit einem Umsatz von 873 Millionen Euro und 13 800 Mitarbeitenden in über 50 Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland eines der größten christlichen Sozialunternehmen Deutschlands. dh

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