BBT-Gruppe

Krankenhaus schließt früher als geplant

Das Hohenloher Krankenhaus in Künzelsau soll einem Kreistagsbeschluss zufolge schon Ende 2019 schließen. Die BBT-Gruppe, die Träger der Klinik ist, will stattdessen ein Gesundheitszentrum aufbauen.

KÜNZELSAU – Ursprünglich war geplant, das Krankenhaus in Künzelsau erst 2023 zu schließen, weil dann der Neubau des Hohenloher Krankenhauses in Öhringen fertiggestellt sein soll. Jetzt übernimmt das Öhringer Krankenhaus die akutstationäre Versorgung bereits Anfang 2020.

Krankenhaus nur zu 40 Prozent ausgelastet

Die Gründe für die Schließung sind laut BBT-Gruppe die wachsenden Anforderungen an Grund- und Regelversorger, die am Standort Künzelsau etwa im Bereich der zentralen Notaufnahme oder der Stroke Unit nicht mehr erfüllt werden können sowie die sinkende Auslastung am Standort. Das Krankenhaus habe zurzeit eine Auslastung von etwas über 40 Prozent. Am Standort Öhringen liege die Auslastung dagegen bei rund 78 Prozent. Die hohen Vorhalte- und Instandhaltungskosten bis 2023 hätten zu Defiziten in Millionenhöhe geführt. Zudem sei es immer schwieriger, qualifiziertes Fachpersonal für den Standort Künzelsau zu finden.

Keine Kündigungen bis 2021

„Mit diesem Beschluss zieht der Landkreis die Konsequenz aus einer sich seit Jahren abzeichnenden Entwicklung nicht nur im Hohenlohekreis, sondern in ganz Deutschland hin zu größeren akutstationären Versorgungseinheiten und der damit verbundenen Bildung von medizinischen Zentren“, sagt Matthias Warmuth, Geschäftsführer der BBT-Gruppe.

Zurzeit arbeiten noch rund 250 Mitarbeitende am Standort Künzelsau, von denen einige auch im Krankenhaus Öhringen beschäftigt sind. Laut BBT-Gruppe soll es bis Ende 2021 keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

Die beiden Hohenlauer Krankenhäuser gehören seit Mai 2018 zur BBT-Gruppe. Die BBT-Gruppe betreibt mehr als 80 katholische Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen und beschäftigt über 11.600 Mitarbeiter. br

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