Katholisches Klinikum Oberhausen

Insolvenz in Eigenverwaltung soll Unternehmen retten

Das Katholische Klinikum Oberhausen hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das Unternehmen will sich Luft für die Neuausrichtung verschaffen.

  • Das Katholische Klinikum Oberhausen ist in die Insolvenz in Eigenverwaltung gegangen.

  • Zwei Generalbevollmächtigte ergänzen zeitweise die Geschäftsführung.

  • Dem Unternehmen steht eine Restrukturierung bevor.

Das Katholische Klinikum Oberhausen (KKO) geht in die Insolvenz in Eigenverwaltung. Der Schritt sei nötig, weil die wirtschaftlichen Herausforderungen für das KKO immer größer geworden seien, teilt das Unternehmen mit. Gleichzeitig sei der finanzielle Spielraum immer enger geworden, um eine Restrukturierung aus eigener Kraft zu schaffen.

Unternehmen steht im harten Wettbewerb

„Das Verfahren ist in erster Linie ein Gesundungsprozess und damit eine einmalige Chance, um Projekte umzusetzen und Strukturen zu etablieren, für die wir ohne den Schutz dieses Verfahrens niemals genügend Zeit und Mittel bekommen hätten“, sagt Geschäftsführer Michael Boos.

Während der Insolvenz soll der Betrieb aller Einrichtungen unverändert weiterlaufen. Der Aufsichtsrat hat für diese Zeit neben Geschäftsführer Boos zwei Generalbevollmächtigte bestellt, die einen Restrukturierungsplan erarbeiten sollen. „Das KKO hat definitiv die Chance, sich zukunftsfähig aufzustellen. Wie genau die Zukunft aussehen wird – auch mit Blick auf die umliegenden Mitbewerber – das werden wir nun mit aller gebotenen Geschwindigkeit, trotzdem respektvoll, mit ruhiger Hand und klarer Analyse erarbeiten“, sagt Reinhard Wichels, einer der beiden Generalbevollmächtigten.

Das KKO verfügt über drei Klinikstandorte, drei Altenheime, vier Pflegedienste und drei Hospize. Der katholische Träger beschäftigt 2370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und macht einen Umsatz von 134 Millionen Euro. dh

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