Katholische Jugendfürsorge der Erzdiözese München und Freising

Geschasste Leiterin darf wiederkommen

Die Chefin des Steinhöringer Einrichtungsverbunds kann an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Vorstand und Aufsichtsrat der Katholischen Jugendfürsorge aus München lenken ein.

  • Die Katholische Jugendfürsorge aus München hat die Freistellung der Chefin des Steinhöringer Einrichtungsverbunds aufgehoben.

  • Eine Mitgliederversammlung hat die Aussprache zischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie Gertrud Hanslmeier-Prockl erzwungen.

  • Beide Parteien wollen strategische Entscheidungen künftig gemeinsam vertreten.

Gertrud Hanslmeier-Prockl ist wieder Chefin des Steinhöringer Einrichtungsverbunds. Alle Beteiligten hätten einen Gang vor Gericht vermeiden und die Grundlage für ein erneutes und vertrauensvolles Miteinander schaffen wollen, teilt die Katholische Jugendfürsorge mit. Strategische Entscheidungen wolle man künftig gemeinsam vertreten. Das ist das Ergebnis einer Aussprache, die die Mitgliederversammlung des Vereins herbeigeführt hatte.

Vorstand und Aufsichtsrat hielten Kündigung für richtig

„Aus der Sorge um die zeitgemäße und nachhaltige Entwicklung des Vereins erwachsen typischerweise Auffassungsunterschiede zu notwendigen Konzepten“, heißt es in der Mitteilung weiter. Hanslmeier-Prockl habe dem Vorstand und dem Aufsichtsrat gegenüber Forderungen und Vorschläge geäußert, die der Sorge um die zukünftige Entwicklung des Vereins entsprangen. Diese Vorschläge seien der ursprüngliche Grund für die Kündigung gewesen. Die Kündigung sei zu dem damaligen Zeitpunkt nachvollziehbar und naheliegend gewesen.

Leiterin klagte auf Wiedereinstellung

Die Katholische Jugendfürsorge der Erzdiözese München und Freising hatte Hanslmeier-Prockl offiziell wegen unüberbrückbarer Differenzen gekündigt. Teile des Trägers sollen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecken. Mitarbeiterschaft und Lokalpolitik solidarisierten sich nach der Kündigung mit der geschassten Chefin. Die Leiterin des Einrichtungsverbund Steinhöring klagte auf Wiedereinstellung.

Der Einrichtungsverbund Steinhöring wurde 1971 als Betreuungszentrum Steinhöring gegründet. Er unterstützt Menschen mit Behinderung dabei, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen. Mittlerweile besteht er aus insgesamt 29 Einrichtungen in den Landkreisen Ebersberg und Erding. Die Katholische Jugendfürsorge hat ihren Hauptsitz in München, von dem aus der Träger 85 Standorte und 2500 Mitarbeiter zwischen dem Landkreis Landshut im Norden, München im Westen und Berchtesgaden im Südosten steuert. dh

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