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Wohlfahrt Intern
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Caritasverband für das Erzbistum Paderborn
Aktualisiert am 26.09.2019 - 10:04

Frühförderung in NRW soll vereinheitlicht werden

Landschaftsverbände in NRW, Kassen und Freie Wohlfahrtspflege haben eine Rahmenvereinbarung zur Förderung behinderter Kinder geschlossen. Die Akteure setzen gesetzliche Vorgaben damit gerade noch rechtzeitig um.

  • Die Landschaftsverbände in NRW, die Kassen und die Verbände der freien Wohlfahrtspflege haben eine Rahmenvereinbarung zur Frühförderung geschlossen.
  • Vereinbarung vereinheitlicht die interdisziplinäre Förderung von Vorschulkindern, die von Behinderung betroffen oder bedroht sind.
  • Die Vereinbarung gilt ab dem Jahreswechsel und setzt die Vorgaben aus dem Bundesteilhabegesetz um.

Die Landschaftsverbände Westfalen-Lippe und Rheinland, die Freie Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen und die gesetzlichen Krankenkassen haben eine Landesrahmenvereinbarung zur interdisziplinären Frühförderung abgeschlossen. Ab 2020 gibt es damit einen landeseinheitlichen Rahmen und verbindliche Vorgaben für die Frühförderung von Vorschulkindern, die von Behinderung betroffen oder bedroht sind.

Neue Vorgaben für Vergütungsverhandlungen gemacht

Die Leistungen beziehen sich dabei sowohl auf medizinische Rehabilitation wie Sprach- oder Ergotherapie als auch auf soziale Teilhabe. Die Vereinbarung regelt die Erbringung dieser Leistungen und enthält Vorgaben, um Leistungs- und Vergütungsvereinbarungen mit den einzelnen Einrichtungen abzuschließen.

Für die Leistungen der Frühförderung sind ab dem 1. Januar 2020 die Landschaftsverbände zuständig. Bisher war dies die Aufgabe der Kommunen. Die Vereinbarung war notwendig geworden, weil zum 1. Januar 2020 die Reform der sogenannten Eingliederungshilfe als dritte Stufe des neuen Bundesteilhabegesetzes (BTHG) in Kraft tritt.

Unterzeichner feiern Vereinbarung als Meilenstein

Die Unterzeichner betonten, dass mit der Vereinbarung ein Meilenstein für eine inklusive Gesellschaft gelegt sei, teilt der Caritasverband für das Erzbistum Paderborn mit. Zufrieden zeigte sich auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Ich bin zuversichtlich, dass diese Vereinbarung wesentlich dazu beitragen wird, gute und qualitativ vergleichbare Lebensverhältnisse von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in ganz Nordrhein-Westfalen herzustellen.“ dh

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