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Stiftung Liebenau
Aktualisiert am 24.03.2020 - 09:17

Corona zwingt zu Unterbrechung von Tarifverhandlungen

Die Stiftung Liebenau und die Gewerkschaft Verdi haben die Tarifverhandlungen für die Stiftungstochter ,Liebenau Leben im Alter‘ ausgesetzt. Grund ist die Corona-Pandemie. Die Beschäftigten dürfen sich trotzdem freuen.

  • ,Liebenau Leben im Alter‘ und Verdi setzen Tarifverhandlungen wegen Corona-Pandemie bis Ende April aus.

  • Mitarbeitende erhalten eine Einmalzahlung.

  • Weitere Verhandlungstermine sollen über Telefon- oder Videokonferenzen vorbereitet werden.

,Liebenau Leben im Alter‘, eine Tochtergesellschaft der Stiftung Liebenau, und die Gewerkschaft Verdi haben eine für Ende März geplante Tarifverhandlungsrunde abgesagt. Grund sind Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Die Verhandlungen sind bis Ende April ausgesetzt.

Mitarbeitende erwarten zeitnahen Abschluss

Den Beteiligten sei diese Entscheidung nicht leichtgefallen, heißt es in einer Mitteilung der Stiftung Liebenau. Die Verhandlungsführer der ,Liebenau Leben im Alter‘ wollten damit keinesfalls Tarifvertragsverhandlungen hinauszögern. Sie wüssten, dass die Mitarbeitenden einen zeitnahen Abschluss eines Tarifvertrages erwarten. Deshalb gebe es vorab eine freiwillige Einmalzahlung an alle Mitarbeitenden.

Die verhandlungsfreie Zeit wollen der Stiftung Liebenau zufolge beide Seiten nutzen, um Berechnungen fertigzustellen und auszutauschen. Auch werde geprüft, inwieweit über Telefon- oder Videokonferenzen weitere Verhandlungstermine vorbereitet werden können.

Verhandlungen laufen seit Dezember 2019

Die Tarifverhandlungen zwischen der ,Liebenau Leben im Alter‘ und Verdi haben im Dezember 2019 begonnen. Seitdem gab es vier Verhandlungsrunden, in denen es unter anderem um die Themen Arbeitszeit, Zulagen und die betriebliche Altersvorsorge ging.  

Die Stiftung Liebenau in Meckenbeuren am Bodensee war bis Ende 2018 mit Genehmigung des Bischofs vom kirchlichen Arbeitsrecht befreit. Als die Genehmigung auslief, strich der Träger das kirchliche Tarifrecht aus der Satzung. Seitdem streiten die Beteiligten über die Vergütungsregeln für die 800 Mitarbeitenden der Tochtergesellschaft ‚Liebenau Leben im Alter‘. Die Stiftung Liebenau hat insgesamt rund 7140 Beschäftigte in 345 Einrichtungen und Diensten. sd

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