Volkssolidarität KV Bad Doberan/Rostock Land

Staatsanwalt klagt ehemaligen Manager erneut an

Ein Ex-Manager der Volkssolidarität Bad Doberan/Rostock Land muss sich noch einmal wegen Betrugs vor Gericht verantworten. Der Bundesgerichtshof hatte ein erstes Urteil aufgehoben.

•    Ein erstes Urteil zu drei Jahren und acht Monaten Haft hob der Bundesgerichtshof im Frühjahr 2017 auf, weil die Richter den Betrugsvorsatz als nicht ausreichend belegt ansahen.

•    Die neue Anklage könnte nun wesentlich größer werden und knapp 1000 Fälle von Anlagebetrug in einem Zeitraum von 1999 und 2009 und einen Schaden von 5,6 Millionen Euro umfassen.   
 
•    Eine weitere Anklage wegen Insolvenzverschleppung steht möglicherweise noch aus.

Anklage ausgeweitet

Im ersten Prozess ging es noch um 144 Fälle, in denen der Angeklagte Anleger zwischen 2004 und 2005 um insgesamt 1.1 Millionen Euro betrogen haben soll. Nun könnte die Staatsanwaltschaft die Anklage erheblich gegen den ehemaligen Manager ausweiten. Gegen einen Mitangeklagten wurde das Verfahren eingestellt, weil er verhandlungsunfähig ist.

Anlagefonds erbrachte die versprochene Rendite nicht

Laut Anklage sollte eine Immobiliengesellschaft Grundstücke erwerben, auf denen soziale Einrichtungen entstehen sollten. Aus der Vermietung der Gebäude an die Volkssolidarität soll der Angeklagte Anlegern eine 4,5 prozentige Rendite versprochen haben. Der Fonds konnte diese jedoch nicht erwirtschaften und sei ab 2003 dauerhaft zahlungsunfähig gewesen.

Obwohl dem ehemaligen Manager der Volkssolidarität die finanziellen Probleme bekannt gewesen seien, habe er weiter Anleger für das Projekt geworben. Nach der Pleite des Fonds verloren die Anleger ihr Geld, manche bis zu 50.000 Euro. jh

Quellen: Bundesgerichtshof, Landgericht Rostock

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