AWO Bundesverband

Sechs Einrichtungen der Altenhilfe öffnen sich für Homo- und Transsexuelle

Der AWO Bundesverband will seine Einrichtungen für pflegebedürftige LSBTI* öffnen. Ansatzpunkt ist das Verhalten der eigenen Mitarbeiter.

  • Die AWO will mehr pflegebedürftige LSBTI* in den eigenen Einrichtungen versorgen.
  • Das Modellprojekt startet bundesweit in sechs Einrichtungen der AWO.
  • Das Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaften in Halle erarbeitet einen Lehrplan, um Mitarbeiter zu sensibilisieren.

Vier Pflegeheime der AWO in Dortmund, Neu-Ulm, Bernau und Köln sowie zwei ambulante Dienste Neubrandenburg und Mönchengladbach wollen offener für pflegebedürftige Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle (LSBTI*) werden. Die sechs Einrichtungen sollen ihre Mitarbeitenden schulen, um sie für die Bedürfnisse, Ängste und Diskriminierungserfahrung der Zielgruppe zu sensibilisieren.  Weiter sollen die Einrichtungen  ihre Offenheit für LSBTI nach außen kommunizieren und spezifische Kulturangebote entwickeln. Das Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaften in Halle erarbeitet  einen Lehrplan.

Bund finanziert Projekt

Das Modellprojekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Die Ergebnisse sollen nach der Evaluation allen Pflegeverbänden zur Verfügung stehen. Die Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren, der Dachverband Lesben und Alter, der Intersexuelle Menschen Bundesverband, der Bundesverband Trans* und das Bisexuelle Netzwerk beraten die AWO bei der Umsetzung des Projektes.

Die AWO unterhält bundesweit 18.000 Einrichtungen für die Altenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe und Beratungen unterschiedlicher Art. Sie beschäftigt 211.727 hauptamtliche Mitarbeiter. jh

 

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