AWO Alten-, Jugend- und Sozialhilfe

Preiserhöhung hat keinen Einfluss auf Heimauslastung

Die AWO Alten-, Jugend- und Sozialhilfe zahlt ihre Beschäftigten in einem Altenheim im thüringischen Oldisleben seit Januar nach Tarif. Die Preissteigerungen hatten zur Sorge um dessen Auslastung geführt.

Altenheim Haus Martha © Carlo Bansini

  • Das Pflegeheim Haus Martha im thüringischen Oldisleben ist trotz gestiegener Preise voll belegt.
  • Seit Januar zahlt die AWO Alten-, Jugend- und Sozialhilfe dort nach Tarif.
  • Die Angehörigen hatten zuvor gegen die Preiserhöhung protestiert.

Das Pflegeheim sei aktuell voll belegt, teilt ein Sprecher der AWO Thüringen mit. Alle Stellen seien nach Plan besetzt und es gebe viele positive Rückmeldungen der Angehörigen.

Angehörige zufrieden mit der Pflegequalität

Grund für den Zuspruch sei die hervorragende Arbeit der Beschäftigten und des neuen Leitungsteams aus den Reihen des Hauses. Das Team habe viele Abläufe und Angebote im Haus verändert und verbessert. Dadurch werde eine gute Pflege gewährleistet.

Gute Arbeit verdient eine angemessene Entlohnung

Für diese harte Arbeit wolle der Träger die Beschäftigten auch anständig bezahlen. Die AWO stehe deshalb nach wie vor zu der damaligen Entscheidung, alle Beschäftigten unmittelbar in den AWO-Tarif zu übernehmen.

Die AWO Alten-, Jugend- und Sozialhilfe hatte das insolvente Pflegeheim im August 2018 übernommen und angekündigt, die Beschäftigten ab Januar 2019 nach Tarif zu zahlen. Der Lohn der Mitarbeitenden erhöhte sich dadurch durchschnittlich um 10 Prozent. Angehörige hatten daraufhin gegen die höheren Preise für Heimplätze protestiert.

Das Pflegeheim Haus Martha in Oldisleben wurde 2016 eröffnet und gehört seit 2017 zur AWO Alten-, Jugend- und Sozialhilfe. Die Gesellschaft betreibt mehr als 200 soziale Einrichtungen in Thüringen und beschäftigt rund 5000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gesellschafter sind der AWO Landesverband Thüringen und der AWO Kreisverband Erfurt. br
 

 

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