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AWO Niederrhein
Aktualisiert am 22.06.2015 - 12:38

Mehr Personal von Politik gefordert

Eine Allianz aus Geschäftsführenden und den Arbeitnehmervertretern der AWO Niederrhein rufen die Landes- und Bundespolitik auf, die Personalbemessung in der stationären Pflege zu verbessern.

ESSEN - Die Personalorientierungswerte für Pflegeeinrichtungen stammten aus dem vergangenen Jahrhundert und entsprächen nicht mehr der Realtität in den Einrichtungen. Mit markigen Worten wendet sich eine Allianz aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern der AWO Niederrhein an die Politik auf Bundes- und Landesebene, damit die Personalbemessung für alle Beschäftigungsgruppen in Pflegeeinrichtungen gesetzlich geregelt wird.

Nichts ist passiert

"Wir haben den Eindruck, dass eine Anpassung der Personalrichtwerte genauso blockiert wird, wie auch die Entwicklung eines Personalbemessungsinstruments. Verantwortlich dafür sind aus unserer Sicht in erster Linie die Kostenträger, insbesondere die Kommunen mit den Trägern der Sozialhilfe", so die Unterzeichner des Aufrufs, der Wohlfahrt Intern vorliegt.. Die Politik tue nichts, um den Pflegeeinrichtungen und deren Mitarbeiterinnen zu helfen, so Thomas Kaczmarek, Geschäftsführer und Hajo Schneider Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der AWO Seniorendienste Niederrhein gGmbH sowie die Geschäftsführenden des AWO Bezirksverbands Niederrhein, Elke Hammer-Kunze und Jürgen Otto.

Maßnahmen, die helfen

Um die Personalnot in den Pflegeerinrichtungen zu beenden, fordern sie eine gesetzliche Personalbemessung einzuführen, sodass die Kostenträger dazu verpflichtet sind, die Kosten zu refinanzieren. Zudem müssten die Fachseminare für Auszubildende ausreichend finanziert werden. Dafür sollte eine Umlagefinanzierung, wie in Nordrhein-Westfalen bereits vorhanden, bundesweit eingeführt werden.  jek

Der Aufruf kann per E-Mail an aufruf(at)awo-niederrhein.de unterstützt werden.

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