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AWO KV Müritz
Aktualisiert am 10.07.2019 - 11:52

Ehemaliger Geschäftsführer muss Entschädigung zahlen

Ein ehemaliger Geschäftsführer des AWO KV Müritz muss einen umfangreichen Schadensersatz an seinen früheren Arbeitgeber leisten. Der Ex-Chef verzichtet auf das letzte Mittel.

  • Der ehemalige Geschäftsführer muss insgesamt rund 285.000 Euro an unrechtmäßig bezogenen Gehältern an die AWO erstatten.

  • Die Gehälter hatte er ohne Genehmigung des Vorstandes bezogen.

  • Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf besonders schwere Untreue.

Ein ehemaliger Geschäftsführer des AWO KV Müritz muss rund 285.000 Euro an den AWO Landesverband zurückzahlen. Anders als ursprünglich angekündigt hat der Mann auf Rechtsmittel beim Bundesgerichtshof verzichtet. Das Oberlandesgericht Rostock hatte zuvor dessen Klage gegen seine Kündigung und auf Zahlung einer monatlichen Betriebsrente von 2000 Euro, sowie 35.000 Euro Tantiemen zurückgewiesen.

Vorstandsvorsitzender genehmigte Gehälter

Der ehemalige Geschäftsführer hatte bis zu seiner Entlassung 2016 insgesamt 385.000 Euro unrechtmäßig bezogen. Da eine fristgerechte Kündigung erst zu 2017 möglich war, stehen ihm noch rund 100.000 Euro zu.
Der damalige Vorstandsvorsitzende hatte die Gehaltserhöhungen genehmigt, ohne den Vorstand zu informieren. Als Gegenleistung soll der Ex-Chef ihn bei einer AWO-Tochter als Diplom-Psychologe angestellt haben.

Zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft Schwerin gegen beiden Männer wegen des Verdachts der besonders schweren Untreue. Im April dieses Jahres hatte sie bei ihnen Vermögenswerte von insgesamt rund zwei Millionen Euro beschlagnahmt. jh
 

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