AWO KV Freiberg

Ehemaliger AWO-Geschäftsführer muss ins Gefängnis

Das Amtsgericht Freiberg hat einen Ex-Chef der AWO Freiberg zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Der 39-Jährige hat einen hohen fünfstelligen Betrag veruntreut.

  • Gericht verurteilt Ex-Chef der AWO Freiberg zu zwei Jahren.
  • Der Verurteilte veruntreute 70.000 Euro.
  • Die Fälle von Untreue fanden zwischen 2014 und 2017 statt.

Der ehemalige Chef der AWO Freiberg muss für zwei Jahre hinter Gitter. In insgesamt neun Fällen veruntreute der Mann insgesamt 70.000 Euro. So bezog er etwa eine monatliche Gehaltszulage von 1000 Euro und 4300 Euro Weihnachtsgeld, ohne den Vorstand darüber zu informieren. Laut Amtsgericht nutzte er fingierte Vorstandsbeschlüsse. Zudem ließ er sich eine Sonderzahlung in Höhe von 10.000 auszahlen, ohne Steuern abzuführen.

Vorstand sieht sich getäuscht

Er missbrauchte dafür eine von der Vorstandsvorsitzenden, Simone Raatz, hinterlegte elektronische Unterschriftenkopie. „Ich möchte den Eindruck vermeiden, dass im AWO Kreisverband Freiberg das Kontrollsystem nicht funktioniert hat“, so Raatz. Der Vorstand habe Rechtsmittel gegen den ehemaligen Manager eingelegt. Der Angeklagte selbst schweigt zu den Vorwürfen und hat Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt.

Der Mann war von November 2014 bis September 2017 Geschäftsführer der AWO Freiberg. Die AWO Freiberg betreibt Einrichtungen zur Kurzzeit-, Tagespflege und betreutem Wohnen. Daneben betreibt sie Kindertagesstätten und eine Sozialberatung. Insgesamt beschäftigt sie 150 Mitarbeiter. jh

 

 

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