Familienpflege

Kölner Caritas sieht Angebot in Gefahr

Die Kölner Caritas warnt vor einem schleichenden Tod ihrer Familienhilfen. Die Kassen würden sich bei einer entscheidenden Sache querstellen.

  • Von 14 Caritasverbänden im Bistum Köln bieten nur noch sechs Familienpflege an.

  • Die Krankenkassen weigerten sich, die Kosten für Fachkräfte zu übernehmen.

  • Verhandlungen mit Kassen würden seit 2011 im Sande verlaufen.

Rechtsanspruch auf Familienpflege nicht nachgekommen

Von den 14 Caritasverbänden im Erzbistum Köln bieten nur noch sechs Familienpflege an, vor zwei Jahren waren es noch acht. Das Problem ist aus Sicht des katholischen Verbandes die Finanzierung: Die Krankenkassen weigerten sich, die Kosten für eine Fachkraft zu übernehmen. Dabei hätten Betroffene einen Rechtsanspruch auf Unterstützung.

Die Caritas verhandele mit den Kassen bislang ohne Ergebnis seit 2011 über die Finanzierung von Familienpflegerinnen. Ein Schiedsverfahren sei jedoch angestoßen.

Nachfrage nach Familienpflege steigt

„Betroffene müssen hartnäckig sein, um ihr Anliegen durchzusetzen. Doch gerade, wer sich in einer Extremsituation befindet, hat für solche Diskussionen keine Energie mehr“, sagt Ulrike Flenskov, zuständige Referentin beim Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln. Indes steige die Nachfrage, da es durch die gesellschaftlichen Trends zunehmend schwerer werde, den Ausfall eines Elternteils innerfamiliär zu kompensieren. „Wenn die Entwicklung so weitergeht, stirbt der Familienpflegedienst einen schleichenden Tod“, befürchtet Ulrike Flenskov. ols

Quelle: DICV Köln

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