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Hebammenausbildung
Aktualisiert am 04.07.2019 - 09:57

Katholische Krankenhäuser wollen längere Übergangsfrist

Bei Hebammen werde sich der Fachkräftemangel weiter verstärken, fürchten der Katholische Krankenhausverband Deutschlands und der Deutsche Caritasverband. Schuld sei eine zu kurze Zeit beim Wechsel der Ausbildungsform.

  • Katholische Krankenhäuser fordern eine längere Frist für den Übergang der Hebammenausbildung in ein duales Studium.
  • Die Übergangsfrist solle bis Ende 2024 verlängert werden.
  • Das solle verhindern, dass der Fachkräftemangel bei Hebammen nicht noch größer werde.

Der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (KKVD) und der Deutsche Caritasverband fordern eine längere Übergangsphase für die geplante Ausbildung von Hebammen in einem dualen Studium. In einer Stellungnahme schlagen die beiden Verbände eine Frist bis Ende 2024 vor.

2022 würden 600 Studienplätze für Hebammen benötigt

So soll Ende kommenden Jahres die schulische Ausbildung für Hebammen wegfallen. Um das zu kompensieren, würden 2022 mehr als 600 Studienplätze benötigt. "Wir halten diese Übergangsfrist für zu kurz, um den geordneten Übergang zu einer Ausbildung als duales Studium zu gewährleisten", heißt es in der Stellungnahme. Eine längere Frist könnte sicherstellen, dass auf dem Arbeitsmarkt nicht noch mehr Fachkräfte verloren gingen.

Bachelor künftig Voraussetzung für Hebammenberuf

Angehende Hebammen sollen laut Gesetzentwurf künftig in einem dualen Studium ausgebildet werden. Praxiserfahrung sollen sie in Krankenhäuser und im ambulanten Bereich, etwa in Geburtshäusern, sammeln. Das Studium soll mit einem Bachelor abschließen, der künftig Voraussetzung für die Berufsbezeichnung Hebamme sein soll. dh

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