Gesundheitsreform

Gesundheitsreform bringt Reha-Kliniken voran

Die Gesundheitsreform im vergangenen Jahr hat dem Rehabereich kräftig Auftrieb gegeben.

KÖLN - Das geht aus Einschätzungen des Beratungsunternehmens Terranus in Köln hervor. Weitere Faktoren für die positive Entwicklung seien die Altersentwicklung und eine stabile Wirtschaftslage. „Gut gemanagte stationäre Reha-Einrichtungen können in den nächsten zehn Jahren mit einem Zuwachs ihrer Fallzahlen von zehn bis 15 Prozent rechnen“, prognostiziert der Terranus-Klinikexperte Carsten Körner.

Alle Krankenkassen müssen die medizinische Reha als Pflichtleistung bezahlen. Besonders Eltern und Kinder profitieren davon: Die Mutter- oder Vater-Kind Rehabilitation ist seit dem 1. April 2007 gesetzlich festgeschrieben. Zuvor lag es im Ermessen der Kassen, die Behandlung zu finanzieren. So stiegen die Ausgaben der Krankenversicherer im ersten Halbjahr nach Einführung des Gesetzes allein in diesem Bereich um über 16 Prozent. Aber auch Reha-Kliniken mit anderer Fachrichtung verbuchen Zuwächse. Körner zufolge könnten professionelle Einrichtungen derzeit eine durchschnittliche Jahresauslastung von über 80 Prozent erreichen.

Aktuell wirtschaftet rund die Hälfte der 1255 deutschen Reha-Kliniken noch im finanziellen Grenzbereich – doch die Weichen für mehr positive Marktdynamik sind gestellt. Das Bestehen im Wettbewerb hängt dabei vor allem von der Betreiberqualität ab. Viele Einrichtungen werden nach Einschätzung von Terranus nicht überleben. Körner schätzt, dass mangelnde Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Betrieb der Häuser bis zu 200 Einrichtungen ihre Existenz kosten könnte. Die verbleibenden Häuser können davon allerdings profitieren, erläutert Körner: „Nimmt man einen Jahresumsatz von fünf Millionen Euro pro Einrichtung an, würde sich etwa eine Milliarde Euro auf die am Markt verbleibenden Kliniken umverteilen.“ Deren durchschnittliche Auslastung stiege dann auf über 85 Prozent.

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