IT

Neue Technologien genauer zuschneiden

Digitalisierung und neue Technologien sollten mehr auf Bedarfe von Fachkräften zugeschnitten sein. Es gibt noch zu viele Lösungen von der Stange. Führungskräfte sollten Mitarbeiter stärker an deren Entwicklung beteiligen.

Soziologin Sabine Pfeiffer: Nicht alles ist übertragbar auf Deutschland. © Wohlfahrt Intern

NÜRNBERG – „Viele Softwarelösungen kommen heute aus den USA, wo viele ungelernte Hilfskräfte arbeiten“, sagte Sabine Pfeiffer, Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt Technik, Arbeit und Gesellschaft an der Uni Nürnberg auf der Branchenmesse Consozial. Technologien und Programme seien daher häufig nicht so einfach übertragbar, da hierzulande das Ausbildungsniveau viel höher sei.

Apps erleichtern Behinderten das Leben

Weiter erleichtere die Digitalisierung Menschen mit Behinderung die Teilhabe an der Gesellschaft, etwa durch Apps oder andere Hilfsmittel, so Pfeiffer. Dennoch sei mit den zunehmenden Möglichkeiten auch eine stärkere Erwartungshaltung an den einzelnen Menschen mit Behinderung verbunden, diese Möglichkeiten auch zu nutzen.

Auch sei vieles, was heute möglich sei, noch nicht ausreichend von den Kassen refinanziert. „Es braucht klare Kriterien, wie künftig das Geld für digitale Hilfsmittel verteilt wird“, sagte die Soziologieprofessorin.

Digitalisierung erfolgt in Echtzeit

„Die Digitalisierung transformiert sämtliche Lebensbereiche“, sagte Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland. Wichtig sei, Angebote der Bildung und Qualifizierung von der Kita bis zum Erwachsenenalter zu schaffen. Deutschland habe bei der Digitalisierung immer noch die rote Laterne in der Hand, so Lilie weiter. Besonders im Bereich von chronischen Erkrankungen böten die neuen Technologien zahlreiche Möglichkeiten der Therapie und Behandlung. dh  

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