Contec

Studie beziffert Risikoprämie in der Pflege

Einer Studie des Institut für Europäische Gesundheitswirtschaft und der Unternehmensberatung Contec zufolge ist eine Risikoprämie in der stationären Pflege von bis zu knapp sechs Prozent angemessen. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste hatte die Studie in Auftrag gegeben.

BOCHUM – Die Studie soll Contec zufolge Pflegeanbietern eine Orientierung für Entgeltverhandlungen zwischen Leistungserbringern und Kostenträgern geben. Sie unterscheidet zwischen allgemeinem Wagnis und betrieblich-spezifischen Einzelwagnissen. Das allgemeine Wagnis unterteilt sich wiederum in eine branchenabhängige und -unabhängige Komponente. 

Branchenunabhängiges Wagnis liegt bei vier Prozent

So liegt das branchenunabhängige allgemeine Wagnis auf Basis stabiler zurückliegender Unternehmensdaten der Deutschen Bundesbank bei vier Prozent. Das branchenspezifische allgemeine Wagnis wurde mit 0,84 bis 1,62 Prozent als Zuschlag zum branchenunabhängigen allgemeinen Wagnis - nach Aggregation der Bewertung von insgesamt 50 Risikofaktoren – ermittelt. 

Aufschlag in der Pflege bis 5,62 Prozent angemessen

Zwischen 4,84 und 5,62 Prozent liegen somit die errechneten allgemeinen Wagnisse, die nach Methodik der Studie in der Regel nicht Gegenstand der einzelnen Pflegesatzverhandlungen sein sollten.

Bei den betrieblich-spezifischen Einzelwagnissen wiederum werden 15 verschiedene Parameter auf Leistungs-, Erlös- und Kostenebene betrachtet. So entsteht ein Bild davon, wie die ‚unsicheren‘ Komponenten der Kalkulation der prospektiven Gestehungskosten greifbar zu machen sind.

Über 500 Unternehmen an der Studie beteiligt 

Zur Erstellung der Studie stellten insgesamt 541 private und freigemeinnützige Unternehmen ihre Daten zur Verfügung. Dabei wurde Bezug zu Studien zur Pflegewirtschaft oder zu relevanten Teilthemen genommen. Für die Ergebnisreflektion stand ein Expertenbeirat aus Vertretern der Wissenschaft, der Unternehmensberatung, finanzierenden Banken und ehemaligen Führungskräften aus Pflegekassen und Verbänden zur Verfügung. rs

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