Rettungsdienst

Falck-Tochter muss bangen

Der Spree-Neiße-Kreis hat die Vergabe des Rettungsdienstes an die Kranken-Transport-Herzig GmbH wieder aufgehoben. Der Kreistag in Forst kritisiert, dass die Tochter des dänischen Falck-Konzerns gesetzliche Vorschriften zum Betriebsübergang nicht einhalte.

FORST - Jedoch hat Landrat Harald Altekrüger  (CDU) den zugrundeliegenden Antrag beanstandet, mit welchen die SPD und die Linken  der Herzig GmbH den Rettungsdienst wieder entziehen wollen und der bereits mit 22:12 Stimmen angenommen wurde. Am 23. Januar wird nun neu verhandelt.

Die Herzig GmbH steht unter Beschuss, weil sie sich weigert, 49 Rettungsdienstlern, die ehemalig für die DRK Rettungsdienst Spremberg gGmbH tätig waren, ihren noch im Oktober mit Verdi ausgehandelten Tarif fortzuzahlen. Laut Gewerkschaft haben die Mitarbeiter dadurch Gehaltsverluste von rund 600 Euro im Monat  hinzunehmen. Sie erwägt nun, vor das Cottbusser Arbeitsgericht zu ziehen.

Unmut wegen kurzfristiger Tariferhöhung

Noch im Dezember hatte Herzig-Geschäftsführer Klaus Runggaldier öffentlich seinen Unmut über die kurzfristige Tariferhöhung bekundet. Völlig unverständlich sei es aus seiner Sicht, dass die DRK-Verantwortlichen so kurz vor Toresschluss noch eine Tariferhöhung zugelassen hätten – dazu noch ohne Rücksprache mit Herzig und in der Höhe dazu völlig „branchenunüblich“, so Runggaldier. Seine Befürchtung: Die Kassen würden sich weigern, die höheren Löhne überhaupt zu refinanzieren.

Tariferhöhung nicht für alle DRK-Mitarbeiter gültig

58 ehemaligen Mitarbeitern des Kreisverbandes Cottbus-Spree-Neiße-West steht die Herzig GmbH dagegen einen Betriebsübergang zu, wie er im Bürgerlichen Gesetz festgeschrieben ist. Danach haben sie die Garantie, dass ihnen der neue Arbeitgeber ein Jahr lang den zuletzt gültigen Lohn weiterzahlt. Für sie galt die im Oktober ausgehandelte Tariferhöhung allerdings nicht.

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