Rettungsdienst

ASB sieht Lücken im neuen Gesetz

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) bemängelt, dass im Rahmen des geplanten Notfallsanitätergesetzes aus seiner Sicht wichtige Fragen noch nicht geklärt seien.

KÖLN - Kritikpunkte sind aus Sicht des Verbandes die fehlende Transparenz bei den Ausbildungskosten sowie die Tatsache, dass Azubis bei Einsätzen nur unter Einschränkungen auf dem Rettungswagen mitfahren dürfen. Anfang März wird das neue Gesetz zum Beruf des Notfallsanitäters (NotSanG) im Bundestag voraussichtlich verabschiedet werden – um den gewachsenen beruflichen Anforderungen im Rettungsdienst Rechnung tragen.

Kostenübernahme ungeklärt

„Der Gesetzentwurf muss unbedingt nachgebessert werden. Es fehlt eine klare Regelung für die Übernahme der Ausbildungskosten“, so Daniel Gelbke, Referatsleiter Bevölkerungsschutz beim ASB-Bundesverband. Völlig offen sei nämlich, wer die Kosten für die drei- bis sechsmonatige Nachschulung von Rettungsassistenten zu Notfallsanitätern übernehmen solle.

Azubis nicht wie Praktikanten behandeln

Der ASB kritisiert außerdem, dass nach dem Gesetzentwurf angehende Notfallsanitäter während ihrer dreijährigen Ausbildung nur als Praktikanten auf dem Rettungswagen mitfahren dürfen. „Durch diese Einschränkung können die Auszubildenden nicht genügend praktische Erfahrungen sammeln“,  so Gelbke. Der Verband wolle sich deshalb dafür einsetzen, dass auch zukünftige Notfallsanitäter nach einer Einarbeitungszeit als vollwertige Besatzungsmitglieder im Rettungsdienst eingesetzt werden dürfen.

Rettungsdienst mehr als Transportleistung

Notfallrettung müsse zudem als medizinische Leistung anerkannt werden, fordert der ASB. „Der Rettungsdienst gilt weiterhin nur als eine reine Transportleistung. Dabei bietet er Höchstleistungsmedizin auf der Straße“, erklärt Gudrun Schattschneider, Leiterin der ASB-Hauptstadtrepräsentanz. Gerade das geplante Notfallsanitätergesetz selbst unterstreiche die Notwendigkeit einer höheren fachlichen Anerkennung. Es räume Notfallsanitätern mehr Kompetenzen ein. So dürfen diese in Zukunft invasive Maßnahmen, wie das Legen von venösen Zugängen, bis zum Eintreffen des Notarztes durchführen.

zurück | drucken

Artikel weiterempfehlen

Frage des Monats

Der Armutskongress ist erfolgreich beendet. Wie berücksichtigen die Wohlfahrtsverbände in ihrer Lobbyarbeit gegenüber der Politik die Interessen der Betroffenen?

Sehr gut

Gut

Ausreichend

Mangelhaft

Keine Meinung


Ergebnisse

Die aktuelle Ausgabe

Titelthema: Smart Care

Wie Träger auf der Datenautobahn erfolgreich unterwegs sind

weiter

Leider falsch - wir korrigieren

Alle Menschen machen Fehler – bei Journalisten sind sie leider gleich gedruckt. Manchmal rutscht uns eine missglückte Formulierung durch, manchmal eine falsche Zahl. Das tut uns leid. Hier finden Sie die Korrekturen.

Probleme auf der Webseite?

Falsche Darstellung, fehlerhafter Link, fehlende Funktion? Bitte melden Sie Probleme mit der Webseite unserem Administrator. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe! Fehler melden

 

Lesen Sie Wohlfahrt Intern jetzt auch als E-Paper

E-Paper hier öffnen

Seite weiterempfehlen