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Verband legt einheitliche Richtlinien für Gehälter fest

Die Landesgruppen Saarland, Bremen und Bayern des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) haben verbindliche Entgelttabellen eingeführt. Spielräume für individuelle Gehaltshöhen bleiben.

SAARBRÜCKEN - Nach Angaben des bpa haben damit nun alle Landesverbände länderspezifische Entgelttabellen, die sich an den bundeseinheitlichen Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR) des Verbands orientieren.

"Die AVR sind nicht mehr und nicht weniger als ein unternehmerisches Bekenntnis zu Freiheit und Verantwortung", sagt Rainer Brüderle, Präsident des bpa Arbeitgeberverbands. Das zeige, dass private Anbieter keine staatlich verordneten Zwangstarife bräuchten, sie könnten faire Gehälter für ihre Mitarbeiter selbst organisieren. Jetzt müssten Politik und Kostenträger die beschlossenen Entgelte auch refinanzieren.

Richtlinien lassen Spielräume

Die Arbeitsvertragsrichtlinien des bpa Saarland orientierten sich an den Entgelthöhen führender Tarifverträge im Land, sagt der saarländische Landesvorsitzende Helmut Mersdorf. Sie ließen den Unternehmen aber Spielräume zur Gestaltung individueller Vergütungen. "Viele unserer Mitgliedsunternehmen zahlen schon jetzt sogar übertariflich oder bemühen sich mit individuellen Zusatzleistungen um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", so Mersdorf. Das sei auch mit den AVR möglich.

In Bremen liegen die Gehälter der neuen AVR dem Landesverband zufolge auf dem gleichen Niveau wie der Tarifvertrag der Wohlfahrtsverbände in Bremen. Wie im Saarland soll es den Mitgliedsunternehmen freistehen, über die Mindesttarife der Entgelttabelle hinaus zu bezahlen.

Höhere Gehälter halten Fachkräfte

Ein Grund für die Einführung einheitlicher AVR sei die Fachkräftegewinnung, so der saarländische Landesvorsitzende Mersdorf. Schon heute sei ein Pflegeanbieter dann besonders erfolgreich, wenn er seinem Team ein attraktives Arbeitsumfeld biete und so Fachkräfte halten und gewinnen könne. Die Vergütung spiele dabei neben anderen Faktoren eine wichtige Rolle.

Höhere Gehälter müssten aber dauerhaft refinanziert werden. "In den nächsten Jahren werden wir die AVR weiterentwickeln und in künftigen Verhandlungen darauf achten, dass die steigenden Gehälter sowie die unternehmerischen Notwendigkeiten und Risiken voll berücksichtigt werden", sagt Mersdorf.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste vertritt die Interessen von mehr als 10.000 Mitgliedseinrichtungen. Zu den Mitgliedsunternehmen zählen Einrichtungen der ambulanten und stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft. Die Einrichtungen beschäftigen etwa 305.000 Mitarbeiter und 23.000 Auszubildende. br 

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