Kita-Finanzierung

Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe lehnt gebührenfreies zweites Jahr ab

Ein zweites gebührenfreies Jahr setzt die konfessionellen Träger in Nordrhein-Westfalen erheblich unter Druck. Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, Christian Heine-Göttelmann, befürchtet, dass der Eigenanteil in die Höhe gehen wird.

Diakonie RWL-Präsident Heine-Göttelmann © Diakonie RWL

DÜSSELDORF – „Diese Reform ist daher für uns kein Meilenstein für die Qualitätsverbesserung der frühkindlichen Bildung, wie Familienminister Joachim Stamp betont“, so Heine-Göttelmann. Hintergrund: Die schwarz-gelbe Koalition will die landesweit rund 9500 Kitas mit zusätzlichen 750 Millionen Euro fördern und ein weiteres beitragsfreies Kita-Jahr einführen. Bislang ist das jeweils dritte Kita-Jahr für die Eltern umsonst.

Kostenfreiheit entlastet die Falschen

„Hier werden viele Familien begünstigt, die wahrscheinlich kein Problem haben, den Beitrag zu zahlen", sagte der Diakonie-Chef. Anstelle einer Verteilung nach dem Gießkannenprinzip seien seiner Ansicht nach gestaffelte soziale Begünstigungen sinnvoller.

Dazu komme, dass die kommunalen Spitzenverbände in Erwartung eines besser finanzierten Kinderbildungsgesetzes angekündigt hätten, die freiwilligen kommunalen Zuschüsse an die Kitas auf den Prüfstand zu stellen. Spätestens dann, wenn sich durch Tarifsteigerungen die Kosten erhöhten, würden sich viele der freien Träger Gedanken machen, ob sie noch eine Kita finanzieren können, so Heine-Göttelmann, der auch Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege NRW ist. ols

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