EU-Konvention

Lebenshilfe bemängelt bisherige Praxis

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe bemängelt die bislang aus ihrer Sicht unzureichende Umsetzung der EU-Behindertenrechtskonvention und setzt sich für eine Überprüfung ein. Das machte der Bundesvorsitzende Robert Antretter in einem persönlichen Treffen mit Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) deutlich.

BERLIN - Viele Menschen mit Behinderung empfänden die  Anordnung einer rechtlichen Betreuung als Bevormundung, so Antretter: „Das deutsche Betreuungsgesetz ist im internationalen Vergleich fortschrittlich. Doch die Praxis hat zu Fehlentwicklungen geführt, die gegen die Behindertenrechtskonvention verstoßen.

So viel Assistenz wie möglich und so wenig Betreuung wie nötig, lautet die Maxime der Lebenshilfe. Eine bessere Umsetzung dieses Grundgedankens würde auch eine von behinderten Menschen in der Lebenshilfe selbst entwickelte Vereinbarung für gute Betreuung aufgreifen, die eine Delegation des Verbandes  Sabine Leutheusser-Schnarrenberger übergeben hat. Die Ministerin teilte die Auffassung der Lebenshilfe, dass eine gute Betreuung keine Bevormundung sein darf, sondern „eine wichtige Unterstützung" sei.

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