Pflegeausbildung

Abbrecherquote in der Pflege-Ausbildung senken

Weniger angehende Pflegekräfte sollten ihre Ausbildung abbrechen. Das fordert Christoph Radbruch, Vorsitzender des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbands (DEKV).

Vorsitzender Radbruch © Viktoria Kühne

BERLIN –"Unser Ziel ist es, die Zahl der Ausbildungsabbrüche von zurzeit etwa 30 Prozent zu verringern, denn mit jeder abgebrochenen Ausbildung geht den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in Deutschland ein wertvoller künftiger Mitarbeiter verloren", sagt Radbruch.

10 Prozent mehr Ausbildungsplätze

Die in der ‚Ausbildungsoffensive Pflege‘ geplante Steigerung der Zahl der Auszubildenden und Ausbildungsplätze um zehn Prozent bis 2023 unterstützt der Evangelische Krankenhausverband. Für dieses Ziel habe sich der DEKV-Vertreter Bernd Rühle, Geschäftsführer des Diakonie-Klinikums Stuttgart und des Evangelischen Krankenhausverbandes Baden-Württemberg, maßgeblich eingesetzt, betont der DEKV-Vorsitzende.

Engagiert in der Nachwuchsförderung

Achtzig Prozent der evangelischen Krankenhäuser bildeten mit großem Engagement Pflegekräfte aus. "Damit übernehmen sie eine wichtige Funktion in der Nachwuchsförderung und tragen unternehmerische Verantwortung für die Fachkräfte von morgen", sagt Radbruch. Es sei richtig und wichtig, mehr über den neuen generalistischen Pflegeberuf zu informieren. "Die nun gestartete bundesweite Kampagne wird auch die evangelischen Krankenhäuser bei der Bewerbergewinnung unterstützen."

Drei Ministerien, das Familien-, Gesundheits- sowie das Arbeitsministerium, hatten die 'Ausbildungsoffensive Pflege' am 28. Januar gestartet. Sie ist ein erstes Ergebnis der 'Konzertierten Aktion Pflege' (KAP). 111 Initiativen sollen den Pflegeberuf attraktiver machen und besser über die verschiedenen Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten in der Pflege informieren.

Der Deutsche Evangelische Krankenhausverband vertritt die Interessen von etwa 200 evangelischen Kliniken an über 270 Standorten. Die evangelischen Krankenhäuser beschäftigen über 120.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und machen gemeinsam einen Umsatz von 10 Milliarden Euro. br

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