Katholische St.-Johannes-Gesellschaft

Offener Brief gegen Personaluntergrenzen

Gemeinsam mit anderen Dortmunder Krankenhäusern hat die Katholische St.-Johannes-Gesellschaft einen offenen Brief gegen die ab 2019 geltenden Personaluntergrenzen in der Intensivmedizin verfasst. Sie warnen vor Mangelversorgung und einer Reduzierung der Kapazitäten.

DORTMUND/LÜNEN – „Das Problem Ihrer Verordnung liegt in der sehr großen Eile der Einführung bei fehlender Differenzierung nach dem tatsächlich benötigten Behandlungsaufwand“, heißt es in dem an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gerichteten Schreiben. Die Verordnung gehe deshalb an der Versorgungswirklichkeit der Kliniken vorbei.

Kliniken in Zwickmühle gedrängt

Weiter kritisieren die Krankenhäuser, Patienten müssten verlegt werden, sollten beispielsweise in einer Schicht mehr Pflegende wegen Krankheit ausfallen als durchschnittlich vorgesehen. Außerdem bringe Spahns Verordnung die Häuser in eine ethische Zwickmühle. Nimmt eine Klinik einen intensivpflichtigen Patienten auf, obwohl dies die Kapazitäten laut Verordnung übersteigt, drohen ihr Strafzahlungen.

Aussetzung der Verordnung gefordert

Die Verfasser des offenen Briefs fordern eine vorübergehende Aussetzung der Verordnung für Dortmund. Sie beziehen sich dabei auf ein Schreiben der Bezirksregierung Arnsberg, die für die Krankenhausplanung der Region zuständig ist. Die Bezirksregierung sieht eine Erhöhung der Kapazitäten in der Intensivmedizin in Dortmund vor, da die Stadt auf diesem Gebiet unterversorgt ist. Spahns Verordnung würde jedoch zu einer Reduzierung der Intensivkapazitäten führen.

Neben der Katholischen St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund haben die Geschäftsführungen des  Klinikums Dortmund, des St.-Marien Krankenhauses Lünen/Werne, des Hüttenhospitals Dortmund sowie der Lukas-Gesellschaft Dortmund-Castrop-Rauxel den Brief mitverfasst. rs

zurück | drucken

Frage des Monats

Laut Bundesarbeitsgericht dürfen kirchliche Arbeitgeber die Religionszugehörigkeit nicht in jedem Fall zur Voraussetzung bei Stellenbesetzungen machen. Halten Sie das kirchliche Arbeitsrecht noch für zeitgemäß?

Ja

Nein

keine Meinung


Zum Umfrage-Ergebnis

Die aktuelle Ausgabe

Titelthema Diversität

Warum Vielfalt für Sozialunternehmen heute unerlässlich ist

weiter

    Leider falsch - wir korrigieren

    Alle Menschen machen Fehler – bei Journalisten sind sie leider gleich gedruckt. Manchmal rutscht uns eine missglückte Formulierung durch, manchmal eine falsche Zahl. Das tut uns leid. Hier finden Sie die Korrekturen.

    Probleme auf der Webseite?

    Falsche Darstellung, fehlerhafter Link, fehlende Funktion? Bitte melden Sie Probleme mit der Webseite unserem Administrator. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe! Fehler melden

     

    Lesen Sie Wohlfahrt Intern jetzt auch als E-Paper

    E-Paper hier öffnen