Sozialdienst katholischer Frauen

Jugendamt übernimmt Beratungsdienst

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) gibt seine Beratungsdienste im rheinischen Langenfeld auf. Der Grund: Die Stadt nimmt nach 40 Jahren ihr Hoheitsrecht in Anspruch.

LANGENFELD – Die Rücknahme der hoheitlichen Aufgaben des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) sei seitens des Verbandes verständlich und nachvollziehbar. Dabei handle es sich um Tätigkeiten, die nicht delegiert werden dürfen, betonte Stephanie Krone, Geschäftsführerin des SkF  Langenfeld.

Ratsuchende an die Stadt verweisen

Der Verband bedauerte jedoch die Entscheidung, die jahrelange Zusammenarbeit mit dem Jugendamt in den Bereichen Kinderschutz und familiäre Krisenbewältigung zu beenden. Denn mit der Rückgabe des ASD sei auch die Trennungs- und Scheidungsberatung sowie die allgemeine erzieherische Beratung an die Stadt zurückgegangen. Weiter bedeute dies für die Bürger, dass sie keine freie Wahlmöglichkeit mehr zwischen Anbietern von Beratungsangeboten hätten, kritisierte der Verband.

In den vergangenen Wochen musste der SkF mehrere Ratsuchende zurückweisen. „Menschen, die den Mut aufbringen und sich selbst um Hilfe und Unterstützung bemühen, wegschicken zu müssen, fällt schwer“, sagte die Geschäftsführerin. rs

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