Caritas RK Ost

Dienstgeber blockieren Einmalzahlung

Die Caritas Regionalkommission Ost hat eine Einmalzahlung für die Mitarbeitenden von 250 Euro nicht genehmigt. Das Gremium ist vorerst beschlussunfähig, da die Dienstgeberseite die Sitzung vorzeitig verlassen hat. Damit verweigert die Kommission Ost als einziges von bundesweit sechs Gremien die Zahlung.

Die Mitarbeiterseite bei einer gemeinsamen Aktion © Caritas Regionalkommission Ost

BERLIN – Zuvor hatten die Dienstgeber auch beantragt, eine stufenweise Angleichung der Sonderzahlung im Tarifgebiet Ost auf West-Niveau auszusetzen. Diesen Vorschlag lehnte der Vorsitzende des Gremiums als Kompetenzüberschreitung ab. Der Beschluss ist damit vertagt.

Johannes Brumm forderte die Mitarbeiterseite anschließend zur Kooperation auf. „Nirgendwo steht geschrieben, dass die Regionalkommission zwar über Entgelte, aber nicht über die Höhe der Jahressonderzahlungen verhandeln darf“, erklärte der Sprecher der Dienstgeberseite. Die Dienstgeberseite will die Jahressonderzahlung auf 75 Prozent des Monatsgehaltes begrenzen.

Beschluss der Bundeskommission nicht umgesetzt

Ein Beschluss der Bundeskommission sieht neben Tariferhöhungen auch Einmalzahlungen für untere Lohngruppen vor. Zudem soll bis zum Jahr 2022 die Jahressonderzahlung im Tarifgebiet Ost und im Ostteil Berlins stufenweise auf West-Niveau angehoben werden.  

Die arbeitsrechtliche Kommission der Caritas gestaltet nach eigenen Angaben die Tarife und das Arbeitsrecht für rund 600.000 Beschäftigte in mehr als 25.000 Einrichtungen. Für die bundesweit sechs Regionen ist jeweils eine Regionalkonferenz zuständig. jh

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