Integration

Caritas kritisiert lange Aufenthaltsdauern in Ankerzentren

Die Caritas bemängelt die langen Aufenthalte von Geflüchteten und Asylsuchenden in bayerischen Ankerzentren. Die Aufenthaltsdauer müsse deutlich gesenkt werden, insbesondere für Familien, forderte Caritas-Präsident Peter Neher.

Caritas-Präsident Neher © DCV

MÜNCHEN/BERLIN – Weiter fänden besonders vulnerable Gruppen wie Kinder, kranke oder traumatisierte Menschen sowie Opfer von Menschenhandel keinen ausreichenden Schutz in den Einrichtungen, kritisiert Neher. Zudem müsse eine professionelle Beratung bei einer auskömmlichen Refinanzierung sichergestellt werden.

Integration statt Ausgrenzung

Bei der Beschulung, der Kinderbetreuung und im Umgang der Behörden mit traumatisierten Flüchtlingen gebe es viel Luft nach oben. Der politische Schwerpunkt müsse stärker auf Integration statt auf Ausgrenzung gelegt werden. „Wir sind überzeugt, der gesellschaftliche Zusammenhalt wird gestärkt, wenn wir mehr Solidarität mit den Zuflucht Suchenden zeigen statt Flüchtlinge mit Arbeitsverboten aus dem gesellschaftlichen Miteinander auszuschließen“, betonte Neher. 

Arbeitsverbote für Flüchtlinge lockern

Auch eine schnellere Unterbringung in kleineren und dezentralen Einrichtungen fördere die Integration, ergänzte Münchens Diözesan-Caritasdirektor Georg Falterbaum. Der Zugang von Geflüchteten zum Arbeitsmarkt sei zudem in Mangelberufen eine Win-Win-Situation. Beide plädieren für eine Lockerung der Arbeitsverbote für Flüchtlinge. „Asylsuchende sollten Zugang zum nachrangigen Arbeitsmarkt erhalten, insbesondere, wenn sie helfen, ihre Identität nachzuweisen“,  so Neher.

Positiv bewerteten Neher und Falterbaum die kürzere Verfahrensdauer für neu ankommende Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive sowie die Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung. rs

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