Altenpflege

Verbände wollen Sektorengrenzen abbauen

Die kirchlichen Fachverbände für Pflege wollen einen Abbau der Sektorengrenzen erreichen. Die Teilung zwischen ambulant und stationär sei überholt, so DEVAP-Chef Bodo de Vries.

Vorstandsvorsitzender de Vries © DEVAP

BERLIN – Die Finanzierung der Behandlungspflege in Altenheimen müssten künftig vollständig Krankenkassen übernehmen, so wie es heute auch für das Wohnen in der eigenen Häuslichkeit gelte, so der Vorstandsvorsitzende weiter.

Ambulant und Stationär brauchen gleiche Leistungen

Alle Pflegebedürftigen sollen zudem auf Leistungen der Pflege, Hauswirtschaft und sozialen Betreuung zugreifen dürfen. „Dieser Zugriff muss unabhängig von der Frage, wo man wohnt, wie alt man ist oder von welchen krankheitsbedingten Einschränkungen man betroffen ist möglich sein - leicht verständlich und bürokratiearm“, sagt Hanno Heil, Vorsitzender des Verbands Katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD). Dafür müssten in allen Bereichen die Leistungen in gleicher Weise erbracht werden können.

Pflegeversicherung weiterentwickeln

Die Forderungen sind Teil einer gemeinsamen Kampagne zur Weiterentwicklung der Pflegversicherung von VKAD und Deutschem Evangelischen Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP). Die Verbände veröffentlichten nach einem ersten Impulspapier im Oktober letzten Jahres nun ein zweites Fact Sheet.

Schon das erste Fact Sheet habe für viel Aufmerksamkeit und Nachfragen gesorgt, so Heil. "Nun ist es wichtig, die Diskussion am Laufen zu halten und weiterführende Vorschläge und Kritiken zu würdigen und in die Bearbeitung der Themen einzubeziehen."

DEVAP und VKAD vertreten gemeinsam über 2200 stationäre Einrichtungen, 1500 ambulante Dienste sowie 200 Altenpflegeschulen. br

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