AWO BV Oberbayern

Träger verliert Kita-Monopol

Der AWO Bezirksverband Oberbayern soll künftig nicht mehr alleiniger Träger von Einrichtungen für Kinder in Unterföhring sein. Das hat der Gemeinderat auf Antrag dreier Bürgerinnen im Oktober beschlossen.

UNTERFÖHRING – Für künftige Kinderbetreuungsangebote wie Kitas, Kindergärten oder Horte will die Gemeinde mindestens einen weiteren Träger suchen, teilt der Gemeinderat mit. Die Gemeinde wolle das Angebot so komplettieren und Eltern eine pädagogische Alternative bieten. Zudem fördere Konkurrenz den fachlichen Austausch. Bestehende Kitas sollen jedoch in der Hand der AWO bleiben. Die Mitarbeiter müssten nicht mit Stellenabbau rechnen.

Eltern werfen Personalmangel vor

Der Beschluss war auf Empfehlung der Bürgerversammlung erfolgt. Die hatte auf Antrag dreier Bürgerinnen dazu geraten, bei künftigen und bestehenden Kinderbetreuungseinrichtungen mindestens einen weiteren Träger zu suchen. Die Zeitung Münchner Merkur hatte berichtet, dass die Antragsstellerinnen dem Träger auch Personalmangel und Betreuungsengpässe vorgeworfen hätten. Der Gemeinderat war der Empfehlung der Bürgerversammlung teilweise gefolgt. Er sei sehr zufrieden mit der Arbeit der AWO, befürworte aber mehr Vielfalt.

Konkurrenz kein Maßstab für Betreuungsqualität

Der AWO Bezirksverband Oberbayern weist die Vorwürfe der Antragsstellerinnen zurück. In den Unterföhringer AWO-Kitas bestehe grundsätzlich eine sehr gute Personalsituation, die sowohl deutlich über dem empfohlenen als auch weit über dem gesetzlich erforderlichen Anstellungsschlüssel liege. Ein großer Vorteil von mehreren Einrichtungen eines Leistungsbereichs am Ort seien Synergie- und Absicherungseffekte, zum Beispiel bei Fort- und Weiterbildungen oder in Personalangelegenheiten. So könne ein Personalausfall in einer Einrichtung kurzfristig leichter kompensiert werden.

Mit einigen Eltern, die sich kritisch geäußert hatten, seien diverse Gespräche geführt worden. Hierbei seien jedoch zum Teil Vorstellungen geäußert worden, die auf Grundlage staatlicher Förderung nicht erfüllbar seien. Der Verband biete in den Kindertageseinrichtungen generell eine hohe Betreuungsqualität an, unabhängig von der Konkurrenz. Diese sei im Bereich der Kindertageseinrichtungen kein Maßstab.

Der AWO Bezirksverband Oberbayern betreibt in Unterföhring neun Kindertageseinrichtungen sowie eine Mittagsbetreuung. Dort betreuen Mitarbeitende aktuell etwa 975 Kinder. br

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