AWO LV Schleswig-Holstein

Pressebericht zurückgewiesen

Die AWO in Schleswig-Holstein muss die Betreuung von Asylbewerbern in Reinbek nicht wegen des schlechten Zustands der Immobilie abgeben. Das Hamburger Abendblatt hatte zuvor den Eindruck vermittelt, Asylbewerber hätten die Einrichtung so stark beschädigt, dass Kosten von 540.000 Euro entstanden seien.

REINBEK – Die Stadt Reinbek übernimmt nun die Betreuung nicht anerkannter Asylbewerber. Damit ende ganz regulär das auf drei Jahre befristete Projekt, teilen der AWO Landesverband und die Stadt Reinbek mit.

Renovierungen nach Auszug aus Wohnung

„Der Sozialausschuss der Stadt hat sich nie über den Zustand der Wohnungen beklagt,“ sagt Hatice Erdem, Regionalleiterin bei der AWO Schleswig-Holstein. Die AWO ziehe sich lediglich aus der Asylberatung zurück. Sie biete den Menschen mit ihrem Integrationscenter aber weiterhin Sprachangebote und Arbeitsvermittlung an.

„Es besteht kein Zusammenhang zwischen den Schäden und der Trennung von der AWO“, sagt Torsten Christ, Leiter des Amtes für Bürgerangelegenheiten und Integrationsbeauftragter der Stadt Reinbek. Die hohen Kosten resultierten nur teilweise aus Beschädigungen. Das Personal vor Ort habe diese auch rechtzeitig angezeigt. Für die Asylbewerber seien viele Wohnungen angemietet worden, die bei der Rückgabe renoviert werden mussten.

Die AWO in Schleswig-Holstein beschäftigt 3500 Mitarbeiter. Sie engagiert sich unter anderem in der Kinder- und Jugendbetreuung, der interkulturellen Arbeit und in der Pflege. jh

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