LAG Freie Wohlfahrtspflege Niedersachsen

Pflegedienste lehnen immer häufiger Anfragen ab

Ambulante Pflegedienste in Niedersachsen mussten seit Februar in 1.700 Fällen Anfragen von Pflegebedürftigen ablehnen. Das hat die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Niedersachsen (LAG FW NDS) von ihren Mitgliedern erfragt.

Ralf Selbach, Vorsitzender LAG FS NDS © LAG FS NDS

HANNOVER – Grund für die Ablehnungen sei vor allem Personalmangel. In 63 Fällen mussten Einrichtungen bestehende Pflegeverträge sogar kündigen.

Gravierende Probleme in Niedersachsen

Die LAG hatte alle Mitglieder zur Pflegesituation befragt. Knapp ein Viertel der Dienste hat Auskunft gegeben, berichtet der Norddeutsche Rundfunk. Die Rückmeldungen der Pflegedienste gelten für Februar bis April dieses Jahres. „Das Ergebnis war erschütternd und macht deutlich, welche gravierende Versorgungsprobleme wir in der niedersächsischen ambulanten Pflege haben“, sagt Ralf Selbach, Vorsitzender der LAG FW Niedersachsen.

Die vielen Absagen und Kündigungen würden vielfach zu Überforderungen und damit einhergehenden Mitarbeiterausfällen führen. Die Umfrage sei zwar nicht repräsentativ, zeige aber den dringenden Handlungsbedarf auf, so Selbach.

Arbeitsgemeinschaft repräsentiert 6000 soziale Dienste

Die LAG FW fungiert als Vertreter der Spitzenverbände gegenüber Parlament, Regierung, Behörden und Institutionen. Unter anderem gehören der LAG FW Niedersachsen die AWO, der Caritasverband, das DRK, das Diakonische Werk, die Jüdische Wohlfahrt und der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen an. Damit repräsentiert die LAG 6.000 soziale Einrichtungen, Beratungsstellen und Dienste mit mehr als 230.000 Beschäftigten. rv

 


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