AWO Alten-, Jugend- und Sozialhilfe

Heimleiterin muss nach Preiserhöhung gehen

Die AWO Alten-, Jugend- und Sozialhilfe (AJS) soll die Pflegeheimleiterin des Hauses Martha nach Preiserhöhungen suspendiert haben. Grund: Die Leiterin habe sich mit den Protesten gegen die höheren Kosten solidarisiert.

OLDISLEBEN – Die Leiterin habe den Angehörigen der Heimbewohner erlaubt, innerhalb des Heims Schreiben aufzuhängen, berichtet die Thüringer Allgemeine. Die Angehörigen hatten gegen die höheren Preise protestiert. Ab Januar könnten monatliche Mehrkosten von bis zu 450 Euro auf die Bewohner des Heims zukommen.

Die AJS rechtfertigt die Preissteigerungen mit der Einführung eines Tarifvertrages. Beschäftigte sollen bis zu zehn Prozent mehr Lohn erhalten. Die Situation in Oldisleben sei ein absoluter Sonderfall, der hauptsächlich den Altlasten der Insolvenz des ehemaligen Betreibers geschuldet sei, sagt AJS-Geschäftsführer Michael Hack. Ob die Suspendierung der Leiterin im Zusammenhang mit der Preiserhöhung stehe, ließ der Geschäftsführer auf Nachfrage unbeantwortet. 

Träger spricht von Ausnahme

Die AWO habe die Preise regulär mit der Pflegekasse verhandelt. Das Haus Martha sei teurer als andere Häuser, da es neu und modern sei und über mehr Personal verfüge. Aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen müssten Kostensteigerungen derzeit vom Bewohner getragen werden.

Das Pflegeheim Haus Martha im thüringischen Oldisleben bietet Platz für 54 Senioren. Es wurde 2016 eröffnet und gehört seit 2017 zur AJS. Die Gesellschaft betreibt mehr als 200 soziale Einrichtungen in Thüringen und beschäftigt rund 5000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gesellschafter sind der AWO Landesverband Thüringen und der AWO Kreisverband Erfurt. br

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