Betreuungsschlüssel

Einrichtungen fordern bessere Betreuungsqualität

Fünf Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern fordern bessere Bedingungen für die Arbeit in der Behindertenhilfe. Das Bundesland hinke deutschlandweit hinterher.

SCHWERIN – In Mecklenburg-Vorpommern müssten die Betreuungskräfte in der Behindertenhilfe im Vergleich zu anderen Bundesländern für weniger Entgelt deutlich mehr Personen betreuen, sagt Gino Wilke, Geschäftsführer der Sozialtherapeutischen Hofgemeinschaft Wildkuhl, die zu den fünf Einrichtungen zählt. Das führe de facto zu einer Benachteiligung von Menschen mit Behinderung in der Betreuungsqualität.

Benachteiligung beseitigen

Die Einrichtungen fordern in einem Positionspapier, die Benachteiligung in den Betreuungseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern zu beseitigen. In dem Papier nehmen sie Stellung zum Entwurf des Landesrahmenvertrags Mecklenburg-Vorpommern (LRV MV). Im LRV MV werden unter anderem die Rahmenbedingungen für die Eingliederungshilfe festgeschrieben. Der Landesrahmenvertrag muss im Zuge der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes neu vereinbart werden.

Landesrahmenvertrag spielt Schlüsselrolle

Der Landesrahmenvertrag spiele eine Schlüsselrolle, da hier erfahrungsgemäß wichtige Weichenstellungen für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre erfolgten, heißt es in dem Papier. In einem offenen Brief wenden sich die Einrichtungen zudem an Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die Sozialministerin Stefanie Drese.

Zu den Einrichtungen gehören die Sozialtherapeutische Hofgemeinschaft Wildkuhl, Wegweiser, Insel Kransdorf, Dorf Seewalde sowie die SOS Dorfgemeinschaft Grimmen Hohenwieden. Alle fünf Einrichtungen sind in der Behindertenhilfe aktiv und Mitglied des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommerns. br

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