Flächentarifvertrag

Diakonie Württemberg warnt vor sinkenden Löhnen

Die Diakonie Württemberg warnt vor einem flächendeckenden Einheitstarif. Dieser könne zu niedrigeren Löhnen in diakonischen Einrichtungen führen, sagt Robert Bachert, Finanzvorstand des Diakonischen Werks.

Finanzvorstand © Manfred E. Neumann

STUTTGART – Weniger Gehalt zu bezahlen, sei aber ausgeschlossen, so Bachert. Beschäftigte in der Altenpflege der Diakonie Württemberg würden längst tariflich bezahlt und erhielten eine höhere Vergütung als die Gewerkschaft Verdi dies jetzt bundesweit fordere, teilt der Verband mit. Bei einem Konsens über einen flächendeckenden Einheitstarif müsste der Träger daher die Bezahlung absenken.

Dritter Weg führt zu höheren Löhnen

Dass Verdi Tarife für die Pflege mit anderen Trägern aushandeln wolle, die an die Höhe der Diakonietarife reichten, sei zu begrüßen, sagt Bachert. Damit erkenne Verdi die Leistungsfähigkeit der kirchlich-diakonischen Arbeitsrechtsregelung an.

Die Form der Tarifgestaltung in der Diakonie nach dem Dritten Weg habe schon immer zu besserer Bezahlung geführt, sagt Dietmar Prexl, Vorsitzender der Kommission für Unternehmensfragen im Diakonischen Werk Württemberg. Zu dem Stundensatz, der höher liege als die geforderten 16 Euro, kämen eine vom Dienstgeber finanzierte Zusatzrente sowie ein 13. Monatsgehalt hinzu. Eine Absenkung der Gehälter sei nicht im Sinn der Diakonie und wirke sich auch negativ auf deren Wettbewerbsfähigkeit aus.

Zur Diakonie Württemberg gehören 1.400 Einrichtungen mit fast 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Einrichtungen sind unter anderem in der Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Altenhilfe und Flüchtlingshilfe aktiv. br

zurück | drucken

Artikel weiterempfehlen

Frage des Monats

Jens Spahn ist bald zwei Jahre im Amt. Wie ist Ihrer Meinung nach seine Halbzeitbilanz?

Sehr gut

Gut

Befriedigend

Ausreichend

Mangelhaft


Ergebnisse

Die aktuelle Ausgabe

Titelthema: Sanierung

Wie Träger Insolvenzen und wirtschaftliche Schieflagen für einen Neuanfang nutzen

weiter

Leider falsch - wir korrigieren

Alle Menschen machen Fehler – bei Journalisten sind sie leider gleich gedruckt. Manchmal rutscht uns eine missglückte Formulierung durch, manchmal eine falsche Zahl. Das tut uns leid. Hier finden Sie die Korrekturen.

Probleme auf der Webseite?

Falsche Darstellung, fehlerhafter Link, fehlende Funktion? Bitte melden Sie Probleme mit der Webseite unserem Administrator. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe! Fehler melden

 

Lesen Sie Wohlfahrt Intern jetzt auch als E-Paper

E-Paper hier öffnen

Seite weiterempfehlen